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USA-Nordwesten: Wiedereröffnung des Nordic Museum in Seattle / Washington

Ein Reisetipp von den Autoren mehrerer Iwanowski-Bände, darunter „USA-Nordwesten“, Dr. Margit Brinke – Dr. Peter Kränzle, Juni 2018


Seattle ist die größte Stadt im Bundesstaat Washington, liegt im Pazifischen Nordwesten am Puget Sound und wird von Wasser, Bergen und Wäldern umgeben. Die Geografie, das Klima, Seefahrt und Hafen machten Seattle schon immer beliebt bei skandinavischen Siedlern.

Europas Norden im Nordwesten Amerikas

Zu ihren Ehren eröffnete am 5. Mai das ehemalige Nordic Heritage Museum nach fast 40 Jahren neu als „Nordic Museum“, in einem architektonisch sehenswerten Gebäude im Herzen von Seattles Hafenviertel und der skandinavischen Enklave Ballard. Auf über 5.000 m“ Fläche geht es um die nordischen Länder Dänemark, Finnland, Island, Norwegen und Schweden. The Nordic Museum ist jedoch mehr als nur ein Museum, es ist zugleich ein Kulturzentrum und pflegt seit Gründung 1980 Werte, Traditionen, Kunst und Kunsthandwerk der nordischen Völker.

Moderne Architektur und Nordische Geschichte

Große Glasfronten und elegante Metallstreben kennzeichnen die Architektur, die vom Reißbrett des renommierten finnischen Architekten Juhani Pallasmaa in Kooperation mit dem lokalen Architekturbüro Mithun stammt. Beeindruckend gleich beim Betreten des Gebäudes ist das Atrium mit seiner markanten Deckenkonstruktion, die an einen Fjord erinnert. Ein zickzackförmiger Gang zieht sich von hier aus durch die Ausstellungsräume.
Neben interessanten Sonderausstellungen zu bedeutenden Persönlichkeiten und zeitgenössischer nordischer Kunst gibt es eine Dauerausstellung, genannt „Nordic Journeys“. Es geht dabei um 12.000 Jahre nordischer und nordisch-amerikanischer Geschichte mit Artefakten aus eigenen Sammlungen sowie Leihgaben. Ein Grund dafür, dass es ein solch einzigartiges Museum in Seattle gibt, ist auch, dass angeblich jeder achte Bewohner im Bundesstaat Washington nordische Wurzeln hat.

© Text: Dr. M. Brinke – Dr. P. Kränzle, Fotos: © Nordic Museum/MIR (Titelbild), M. Brinke

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