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USA-Restauranttipp: MakiMaki – Japanisches Fastfood der Extraklasse in New York City

Ein neues ungewöhnliches Imbisslokal in New York City, vorgestellt von den Autoren des Bandes „USA –Ostküste“, „USA-Nordosten“ und anderer USA-Bände, Margit Brinke – Peter Kränzle, Januar 2018

Allein die Lage ist ungewöhnlich: Mitten im Theater District, nicht weit von Carnegie Hall, Museum of Modern Art und Rockefeller Center entfernt und in der Nähe etlicher teurer Luxushotels, liegt MakiMaki – ein “hole in the wall”, wie die Amerikaner sagen.

Klein, aber fein

Es ist ein winziges, nur 55 m² großes, jedoch edel und geschmackvoll ausgestattetes Imbisslokal, das Kevin Takarada im Sommer 2017 in dieser illustren Umgebung eröffnet hat. Noch ungewöhnlicher aber ist das angebotene Essen: Sushi auf die Hand, immer frisch zubereitet, von höchster Qualität und noch dazu preiswert.
Takarada wuchs in Amerika auf, stammt aus einer Familie von Gastronomen, die seit 1987 eine der ältesten Sushibars in den USA, Tony’s Sushi Bar Miami Beach/Florida, betreibt. Mit diesem kulinarischen Background, einem Master-Abschluss in Mechanical Engineering – er war unter anderem bei Honda für die Entwicklung des Minivans “Honda Odyssey” zuständig – und dazu Erfahrung im Bankwesen, hatte er alle nötigen Voraussetzungen für den Betrieb eines eigenen Restaurants.

Manhattans erste “Premium Fast-casual Sushi Bar”

Anlass ein solches zu eröffnen, war für Kevin, der damals bei einer Bank arbeitete, die eher deprimierende Situation in Sachen Mittagsverpflegung in Midtown. Er träumte von schneller, aber hochwertiger, schmackhafter und erschwinglicher Verköstigung mit frischen Sushi, wie in Japan üblich. Manhattans erste “Premium Fast-casual Sushi Bar” war geboren.
Man konzentriert sich bei MakiMaki ausschließlich auf eine Sache, auf Sushi, aber das mit großer Hingabe. Sie entstehen quasi “am Fließband”, von mehreren Mitarbeitern an verschiedenen Stationen frisch vor den Augen des Kunden zubereitet. Takarada ist pingelig, was die Zutaten angeht, nur Fisch und Meeresfrüchte von Spitzenqualität und superfrisch kommen ins Haus.
Auf der hinter der Theke zwischen den Kraken eines Tintenfisches aufgehängten zweiteiligen Speisekarte steht japanisches Fastfood: Sushi Rolls (maki), bei denen die Reisrollen traditionell in acht Scheiben geschnitten werden (“Cutup”), und Hand Rolls (temaki), bei denen die Zutaten einer Eiswaffel gleich in geröstete Nori-Algen gewickelt werden. Sie bleiben dank einer speziellen, von Kevin mitkreierten Verpackung lange knusprig.

Cutups und Handrolls, Maki und Temaki

Für den Kunden ist es einfach: Man bestellt z. B. California Roll, Unagi (Räucheraal/Avocado), Bluefin Toro (Tunfisch), Shrimp Tempura oder Spicy Tuna, Salmon Avocado, Negi Toro (Tunfisch, Gurke) oder Spicy Crab. Oder man kombiniert nach Optik und Gusto selbst, mit den zur Verfügung stehenden Zutaten und “Beilagen” (wie Jalapeno, Frülingszwiebeln, eingelegtem Rettich oder wildem Rucola) und Saucen (z.B. Spicy Mayo oder Truffled Eel) – alles zu Preisen zwischen $ 4 und $ 14. Als Getränk dazu gibt es Tee, grünen Tee oder Soba (Buchweizen) oder hervorragenden Matcha-Tee der traditionsreichen japanischen Firma Hon Yama.

Der Raum wirkt japanisch-minimalistisch, mit viel hochwertigem Holz. Entlang der Wand und am Fenster gibt es Abstellflächen und eine Handvoll Barhocker zum Gleichessen, das Hauptgeschäft bei MakiMaki ist allerdings “Take-out” (und Catering), ganz wie es sich Kevin gewünscht hatte.

INFO
MakiMaki, 1369 6th Ave. zw. 55th-56th St., Tel. 212-245-4550, www.MakiMaki.nyc, Mo.–Fr. 11-20, Sa./So. 12-19 Uhr.

© Text: M. Brinke-P. Kränzle
© Fotos: Kevin Takarada und Interior: Signe Birck; zwei Fotos Theke mit Team: M. Brinke; alle übrigen: Michael Tulipan.

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