Kommentare 0

#Schnitzeltag: Ein japanisches Tonkatsu ist von außen kross und innen saftig

Im späten 19. Jahrhundert kamen mit Einwanderern aus dem Westen typisch europäische Gerichte nach Japan, so auch das Schnitzel, das dort als „Tonkatsu“ eine typisch japanische Verfeinerung erlebte. Der Begriff „Tonkatsu“ setzt sich dabei aus den Kanji-Zeichen für „Schwein“ und „Kotelett“ zusammen.

Was das Tonkatsu so knusprig macht, sind die japanischen Pankoflocken, die aus Weißbrot ohne Kruste hergestellt werden und größer sind als herkömmliche Semmelbrösel. Daher nehmen sie beim Frittieren weniger Öl auf und die Panade wird krosser. Außerdem reicht man in Japan zum Tonkatsu eine süßliche Würzsauce gleichen Namens, der britischen Worcestershire-Sauce nicht unähnlich.

„Tonkatsu“ in klassisch-japanischer Zubereitung mit Krautsalat | Wikimedia Commons (CC-BY-2.0) David Pursehouse (https://creativecommons.org/licenses/by/2.0/)

Wer in Tokio ein Tonkatsu auf echt japanische Art probieren möchte, der wird im Stadtteil Ueno fündig. Hier gründete bereits 1905 der Koch Shinjiro Shimada, der zuvor für den Kaiser gekocht hatte, das Restaurant „Ponta Honke“. Heute wird das Ponta Honke in vierter Generation geführt und für die perfekte Ausübung der Kunst des Tonkatsu-Zubereitens erhielt es zuletzt wiederholt den „Bib Gourmand“, mit dem der Guide Michelin Restaurants mit exzellenten Speisen zu einem guten Preis-Leistungs-Verhältnis auszeichnet.

Ponta Honke, 3-23-3, Ueno, Teito-ku, Tokio, +81-3-3831-2351, Di-So 11-14 & 16.30-20.20 Uhr.

Asakusa: Der Eingangsbereich zum Senso-ji-Tempel

Ein Essen in dem traditionsreichen Restaurant lässt sich z. B. gut mit einem Besuch des Senso-ji verbinden, der älteste Tempel der Stadt, der im Jahr 645 n. Chr. fertiggestellt wurde und inmitten des einstigen Vergnügungsviertels Asakusa liegt.

Das harmonische Nebeneinander von Traditionen und Moderne in der japanischen Millionenmetropole übt auf Reisende eine besondere Faszination aus und verleiht Tokio einen ganz eigenen Charme. Es ist einfach und zugleich schwierig, Tokio zu erobern. Immer wieder muss man sich entscheiden, denn das Angebot an Sehenswertem ist nahezu unerschöpflich.

Das Reisehandbuch „Tokio mit Kyoto“ der Japan-Expertin Katharina Sommer stellt die Sehenswürdigkeiten mit viel Verständnis für die uns Europäern doch sehr fremde Kultur vor. Ein Kapitel über die 1.000-jährige Kaiserstadt Kyoto, rund 400 Kilometer von Tokio entfernt, sowie ein- oder mehrtägige Ausflüge, zum Beispiel nach Nikkõ, Yokohama oder in die Fuji-Region, runden den Band ab.

Tokio mit Kyoto – Reiseführer von Iwanowski
19,95 € (D) | 20,60 € (A)
ISBN 978-3-86197-214-3 | 3. Auflage
384 Seiten. Broschiert. Durchgehend farbig. Mit herausnehmbarer Reisekarte und Karten-Download.

Schreiben Sie eine Antwort