In einem Interview mit der Financial Times offenbarte Polens Finanzminister Andrzej Domanski am Wochenende, dass man es nicht besonders eilig habe, den Zloty als Währung zugunsten des Euro aufzugeben. Die Öffentlichkeit ziehe den Zloty dem Euro vor, aber dass man die Aufnahme in die Eurozone aktuell nicht aktiv verfolge, habe eher wirtschaftliche als innenpolitische Gründe.
Das prognostizierte Wirtschaftswachstum des Landes für 2026 liegt bei 3,4 Prozent, der Arbeitsmarkt meldet gute Zahlen mit einer der niedrigsten Arbeitslosenquoten innerhalb der EU und in wirtschaftlich solch erfolgreichen Zeiten sieht Domanski keinen Grund, die eigene Währung aufzugeben, während z. B. Bulgarien, die der EU drei Jahre nach Polen im Jahr 2007 beigetreten waren, seit 1. Januar zur Eurozone gehören.

Auf dem Weihnachtsmarkt in Breslau zahlt man den Glühwein mit Zloty. Wenn es nach dem polnischen Finanzminister geht, wird das auch erstmal so bleiben.
Auch Ministerpräsident Donald Tusk, der in seiner ersten Amtszeit darauf hingearbeitet hatte, Polen zum Teil der Eurozone zu machen, ist von seinen Überzeugungen abgerückt. Der Zloty, der seit Tusks Wiederwahl im Oktober 2023 deutlich an Kaufkraft gegenüber dem Euro zugelegt hat, gibt ihm recht.
Und wer in Kürze eine Reise nach Polen plant: Stand heute bekommt man für einen Euro 4 Zloty und 21 Groszy.
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