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USA: Tourismus im Zeitalter von „fake news“ und Donald Trump – eine Einschätzung von Michael Iwanowski

Halten wir uns einmal an die Fakten: Von uns befragte Reiseveranstalter, die auf die USA spezialisiert sind, berichten übereinstimmend, dass es keine Buchungsrückgänge für Reisen in die Staaten gebe; einige liegen sogar deutlich im Plus. Der Umsatz unserer USA-Reisebücher liegt etwa auf dem sehr hohen Niveau der Vorjahre – und dem Kauf von Reiseführern folgen in der Regel Reisen.
Die politische Führung eines Landes spielt eine sehr geringe Rolle bei der Wahl eines Reiseziels, es sei denn, es handelt sich um Diktatoren, die keinem Gesetz und keinen Kontrollmechanismen folgen. Und das ist in den USA nicht der Fall! Auch wenn der neue Präsident vielen nicht gefallen mag: Er ist rechtsstaatlich gewählt und ist entsprechend zu respektieren. Sein „America first“ ist an sich auch keine revolutionäre These: Jedes demokratisch gewählte Staatsoberhaupt ist per se verpflichtet, an erster Stelle dem Wohl seines Staates zu dienen.
Die USA sind nach wie vor ein sehr demokratisches Land, mit einem ausgewogenen Machtgefüge der checks and balances. Man sieht es schon jetzt: Auch der Präsident kann nicht alles durchsetzen.

Gründe für Reisen in die USA

Für die Reisenden sind folgende Fakten und nicht „fake news“ ausschlaggebend:
1. Hohe Sicherheit
2. Hervorragende Infrastruktur
3. Gastfreundschaft der Bevölkerung
4. Keine Gesundheitsrisiken
5. Und das Wichtigste: einmalig schöne Landschaften und Städte unterschiedlichen Charakters, wie sie in ihrer Vielfalt in kaum einem anderen Land der Welt zu erleben sind.

Die Einreise in die USA geht in der Regel schnell, es sei denn, es kommen gerade viele Großraumflugzeuge an. Dann dauert es auch in Frankfurt lange. Die ESTA-Registrierung sowie das automatisierte Einreiseverfahren mit dem persönlichen Stempel eines Beamten sind effizient und stets sehr freundlich. Das habe ich persönlich stets so erlebt.
Wenn Sie also eine USA-Reise im Sinne hatten: Nichts wie hin. Sie sind damit Botschafter unseres Landes. Man sollte sich aber mit Äußerungen zur amerikanischen Politik zurückhalten Wir möchten ja auch keine Belehrung darüber, wer unser nächster Bundeskanzler oder unsere nächste Bundeskanzlerin werden soll.
Fazit: Kein negativer Trump-Effekt bei USA-Reisen!

Michael Iwanowski bereist die USA seit mehr als 30 Jahren und hat in Florida seinen Zweitwohnsitz.

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