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USA-Süden: New Orleans’ Whitney Hotel – Übernachten in einer Bank

Ein empfehlenswertes Hotel in New Orleans, beschrieben von den Autoren mehrerer USA-Bände in Iwanowski’s Reisebuchverlag, M. Brinke – P. Kränzle, August 2016

Leben in einer Bank, den Geruch des Geldes in der Nase, wie einst Dagobert Duck – wer möchte das nicht? 1-NO-WhitneyHotel-BankgebaaeuudeIm Whitney Hotel in New Orleans können Gäste diesen Traum verwirklichen: Das Hotel befindet sich in einem ehemaligen Bankgebäude und das merkt man auch gleich, wenn man eintritt. Eröffnet 1909 an der Poydras Street, der Hauptachse im Central Business District, als Sitz der Metropolitan Bank im Beaux-Arts-Stil und 1929 von der Whitney Bank übernommen, steht das Gebäude auf dem National Register of Historic Places unter Denkmalschutz.
3-NO-WhitneyHotel-FlurDie Whitney National Bank (heute: Hancock Whitney Bank) betreibt im Erdgeschoss immer noch eine Bankfiliale. Die 1883 in New Orleans gegründete Bank gilt als die älteste in Louisiana, ihr Symbol ist eine große Uhr an der Fassade. Der siebenstöckige Granit-Ziegelbau war aber nicht nur Bankensitz, sondern zeitweilig befanden sich hier die Büros der Zeitung „Times-Democrat“ und der „Pan-American Life Insurance Company“. 2014 kaufte die New Orleans Hotel Collection den Bau und 2015 wurde er nach umfassender Renovierung als Hotel eröffnet.

Übernachten in einer Bank

WhitneyHotel_TresorraumHohe Decken, viel Granit, Marmorsäulen, Messing-Beschläge und -Knäufe und aufwändige Stuckprofile an Decken und Wänden im Inneren, der offene Tresorraum (ohne Geld, dafür als Meeting Room nutzbar) oder die ehemaligen Schalter erinnern sofort an die historische Bank. In dem „Kundenbereich“ mit den Schaltern ist ein Café, das Bistreaux at the Bank, eingezogen. Dort befindet sich ein Wandbild, das 2007 von dem lokalen Künstler Tony Green geschaffen wurde, eine Persiflage der „Three Stooges“, Titel einer Komikserie und eines späteren Kinofilms. Es zeigt W.C. Fields (Komiker und Schauspieler) und „Dick und Doof“, Laurel und Hardy, die von dem Stummfilmstar Ben Turpin aus New Orleans ausgeraubt werden.

Viel Komfort und günstige Lage

WhitneyHotel_CafeIm Central Business District gelegen, sind die Wege vom Hotel zum French Quarter oder in Warehouse/Arts District gleichermaßen kurz. 93 Gästezimmer und Suiten auf sieben Stockwerken stehen zur Verfügung, alle traditionell und gemütlich ausgestattet, groß und mit komfortablen Betten und geräumigen Bädern. Die Wände des Altbaus sind dick und der Straßenlärm dringt kaum in die Zimmer vor, lediglich die Klimaanlage summt leise vor sich hin. WhitneyHotel_GaestezimmerWLAN ist gratis, ebenso Mineralwasser und die Tageszeitung; es gibt eine Kaffeemaschine im Zimmer und einen Vergrößerungsspiegel im Bad. Gegenüber der Rezeption macht man es sich in einer Art Wohnzimmer gemütlich, das gleichzeitig als Business Center und Infostelle mit Broschüren fungiert. Ein Fitness Center steht ebenfalls zur Verfügung und das freundliche Personal ist stets um die Gäste bemüht.

New Orleans Hotel Collection

7-NO-WhitneyHotel-BadezimmerZahlreiche Packages werden zu besonderen Anlässen wie Mardi Gras oder im Sommer, für Frühbucher oder Besucher des nahen National WW II Museums angeboten. Das Hotel ist Teil der New Orleans Hotel Collection, die bekannt ist für personalisierten Service und gute Locations. Zu der Marke gehören außerdem das Bourbon Orleans, Dauphine Orleans, Crowne Plaza N.O. Airport, Hotel Mazarin, Hotel Le Marais und die Audubon Cottages, außerdem mehrere Restaurants, Bars und Lounges.

The Whitney Hotel – New Orleans Hotel Collection
610 Poydras St., New Orleans, LA 70130, Tel. (504) 581-4222, http://www.whitneyhotel.com/

© Text und Fotos: M. Brinke – P. Kränzle

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