Kommentare 0

Seattles Space Needle präsentiert weltweit ersten rotierenden Glasboden

News aus der größten Stadt Washingtons von den Autoren mehrerer USA-Bände, darunter „USA-Westen“ und „USA-Nordwesten“, Margit Brinke – Peter Kränzle, August 2018

Seattle, die größte Stadt in Washington State, ist um eine Attraktion reicher: Der 1962 zur Weltausstellung erbaute, damals als futuristisch angesehene Aussichtsturm Space Needle wurde kürzlich mit einem beweglichen Glasboden, genannt The Loupe, ausgestattet.

Schon immer waren die Ausblicke auf die Stadt – auf Mount Rainier, den Puget Sound sowie Cascade und Olympic Mountains – von der knapp 160 m hoch gelegenen Aussichtsplattform spektakulär, nach den wohl umfangreichsten Renovierungsmaßnahme in der Geschichte des berühmten, insgesamt 185 m hohen Bauwerks, die rund $ 100 Mio. gekostet haben, ist das Space Needle-Erlebnis nun ein ganz neues!

Rotierender Glasboden

Seit Anfang August kommen Besucher in den Genuss des weltweit ersten rotierenden Glasbodens mit 48 Wand-Glaspaneelen auf der untersten der beiden Aussichtsplattformen, genannt „The Loupe“ – „die Lupe“. Dieser rotierende Glasboden ermöglicht es, über Glas zu gehen, darauf zu stehen oder zu sitzen und dabei quasi „en passant“ den Ausblick auf die gut 150 m tiefer liegende Metropole Seattle zu genießen. Wer möchte, kann auch die neue Drehmechanik, die von insgesamt zwölf Motoren betrieben wird, studieren. Während ein Drittel des neuen Bodens aus fester Oberfläche besteht, setzen sich die übrigen zwei Drittel aus Glas, genauer, aus zehn Schichten Strukturglas, zusammen. Die 37 Tonnen schwere Glasfläche absolviert in 45 Minuten eine 360-Grad-Drehung.

Ungetrübter Augenschmaus

Zwei halbmondförmige, frei tragende Treppen aus Stahl, Holz und Glas verbindet The Loupe mit der zweiten, darüber gelegenen teils offenen Aussichtsplattform der Space Needle. Beim Wechseln der Stockwerke kann man einen Blick durch den Oculus werfen – eine ca. 5,5×3 m große Glasfläche am Fuß der Treppe, die Einblick in die Mechanik der Aufzüge des Bauwerks bietet.

Von der oberen Aussichtsplattform genießt man jetzt eine ungetrübte Sicht, denn die alten Gitterabgrenzungen im Freien wurden entfernt und durch schräge Glaswände ersetzt. Insgesamt 24 Glasbänke – sog. „Skyriser“ – wurden an den schrägen Wänden angebracht und vermitteln das Gefühl, über der Skyline von Seattle zu schweben. Im Innenbereich der Plattform befindet sich jetzt die neue Atmos Wine Bar.

Nicht versäumen: In nächster Nachbarschaft zur Space Needle befinden sich weitere Sights, die den Besuch lohnen: das Pacific Science Center (www.pacificsciencecenter.org), das Museum of Pop Culture (www.mopop.org) und Chihuly Garden & Glass (www.chihulygardenandglass.com).

INFO:

• Seattle: www.visitseattle.org, www.visitseattle.de
• Space Needle, 400 Broad St., www.spaceneedle.com, tgl. 8–24 Uhr, $ 27,50 bis $ 37.50 (je nach Besuchszeit), mit Bar und Shop.

© Text: M. Brinke – P. Kränzle, © Fotos: Visit Seattle/Chad Copeland, Space Needle/Rod Mar, SpaceNeedle/John Lok, Space Needle/Olson Kund, M. Brinke (Space Needle mit Chihuly-Skulptur).

Schreiben Sie eine Antwort


Time limit is exhausted. Please reload CAPTCHA.