Die FIFA-WM 2026 ist vorüber und war in den USA – trotz aller Umstände – ein Zuschauererfolg: Mehr als 6,8 Mio. Besucher sollen während der 39 Tage die 104 Spiele in den drei Gastländern Mexiko, Kanada und USA besucht haben. Insgesamt waren 16 Spielorte, 48 Teamquartiere und 645 offizielle Veranstaltungsorte an der WM beteiligt. Und das nächste Highlight rückt bereits in den Blickpunkt: die Olympischen Spiele 2028 in Los Angeles …
LOS ANGELES – Weiter sportverrückt
Nach dem Schlusspfiff der FIFA-Weltmeisterschaft 2026 folgt bereits im Februar 2027 mit dem Super Bowl LXI im SoFi-Stadion ein neues sportliches Highlight in der kalifornische Metropole. 2028 stehen dann vom 14. bis 30. Juli zum dritten Mal die Olympischen Spiele in LA an – sowie erstmals vom 15. bis 27. August 2028 auch die Paralympischen Spiele. LA28 wird insofern einzigartig für Los Angeles sein, weil großteils bestehende oder temporäre Austragungsorte in der gesamten Region genutzt werden. Das olympische Sportprogramm umfasst 51 Sportarten, darunter fünf neue bzw. wieder aufgenommene Disziplinen: Flag Football, Baseball/Softball, Lacrosse, Squash und Cricket.

Auch das Fußballstadion, das BMO Soccer Stadium, wird bei den Olympischen Spielen voraussichtlich wieder zum Einsatz kommen
Es sind überdies erhebliche Verbesserungen im Nahverkehr geplant, u.a. der weitere Ausbau des Netzes der LA Metro und des LAX Skylink am internationalen Flughafen. Mit einem extrafrühen Verkaufsstart sollen Fans zudem bessere Möglichkeiten haben, die begehrten Tickets zu erwerben.
- Informationen zum Ticketverkaufsplan und zum Vorverkaufsstart finden sich unter https://la28.org/en/ticketing.html
SAN FRANCISCO – Kunst am Airport

Ausstellungsstücke aus der neuen Ausstellung am SFO Airport mit Fotos von Jim Marshall ©JimMarshallPhotographLLC
Eine neue Ausstellung am SFO Airport zeigt noch bis Mitte März 2027 Fotos von Jim Marshall (1936 –2010) – einem der ikonischen Fotografen des 20. Jahrhunderts. Seine Aufnahmen haben Musiker und Persönlichkeiten der Counter Culture der 1960er und 70er-Jahre in San Francisco zum Thema, darunter z.B. Bob Dylan, Jimi Hendrix, Janis Joplin oder die Rolling Stones. Marshall, Fotojournalist und gleichzeitig Anthropologe, ist tief in die damalige Gesellschaft eingetaucht und hat wichtige Dokumente der USA geschaffen: von der Armut in den Appalachen bis hin zu den Straßen von New York City nach der Ermordung von Präsident John F. Kennedy. Übrigens: Er war der einzige Fotograf, der beim letzten Livekonzert der Beatles Ende August 1966 im Candlestick Park dabei war.
- Jim Marshall: Two Sides of the Same Coin, im Sicherheitsbereich, Verbindungspassage zwischen den Terminals 2 und 3
- Allgemeine Infos: www.sftravel.com/de
Eisenbahnreisen im Nordwesten
Amtrak’s New Airo Fleet soll von Herbst 2026 an den pazifischen Nordwesten bedienen. Die 83 neuen Züge werden zunächst auf der Route „Amtrak Cascades“ zum Einsatz kommen, dann auf der Nordost-Regional-Trasse u.a. Schlüsselrouten. Reisende können den neuen Luxus auf der Cascades-Strecke zwischen Vancouver B.C., Seattle, Portland und Eugene/Oregon genießen. Es wird nicht nur höhere Geschwindigkeit geboten, sondern vor allem mehr Komfort und bessere Technologie. Der Zug hält u.a. im Bundesstaat Washington in Everett, Seattle, Tacoma und Olympia, in Oregon u.a. in Portland, Oregon City, Salem, Albany und Eugene.
- Infos: www.amtrak.com
SAN DIEGO – Prost!
San Diego wird nicht zu Unrecht als eine „Hauptstadt des Craft Beer“ bezeichnet. Mit mehr als 150 Brauereien in der gesamten Region gehört San Diego zweifellos zu den bedeutendsten Zentren der internationalen Craft-Beer-Szene. Neben renommierten Pionieren wie Stone Brewing, Ballast Point und Karl Strauss sorgen jüngere Brauereien wie Kairoa Brewing, die Ocean Beach Brewery oder Pure Project für neuen Wind in der südkalifornischen Bierszene.
Selbst in der Innenstadt findet der Besucher mühelos gutes Bier: z.B. im Barrio Logan das Mujeres Brew Haus – von Frauen geführt und betrieben. Im nahegelegenen East Village befindet sich eine der ältesten Brauereien San Diegos: Mission Brewing, gegründet 1913. Die Karl Strauss Brewing Company (1989) betreibt nicht nur in der Innenstadt, sondern an mehreren Standorte im gesamten Großraum San Diego Brewpubs. Ballast Point wurde bekannt durch ihr Sculpin IPA, das im modernen Taproom im Stadtteil Little Italy ausgeschenkt wird.
- Übersicht: https://web.sdbeer.com
MINNESOTA – Amerikas State Park Nr. 1
Die überregionale Tageszeitung USA Today ernannte den Gooseberry Falls State Park, am Nordufer des Lake Superior, nahe Two Harbors gelegen, zum „Best State Park“ der USA. In Minnesota gibt es 63 weitere State Parks, doch dieser ist besonders: Fünf Wasserfälle, die sich in den Lake Superior ergießen und tolle Ausblicke sowie die vielseitige Flora und Fauna waren Kriterien für die Auszeichnung. Gooseberry liegt, wie sieben andere State Parks, am knapp 250 km langen North Shore All-American Scenic Drive, der von Duluth entlang dem Ufer des Lake Superior nordwärts an die kanadische Grenze führt.
- Infos: www.exploreminnesota.com
MEDORA/ND – Übernachten in Teddy’s Backyard
Wie bereits in den USA-News #63 berichtet, feiert North Dakota gerade seinen wohl bekanntesten Bewohner: Theodore „Teddy“ Roosevelt. Abgesehen von der Eröffnung der neuen Roosevelt Presidential Library am 4. Juli in der Kleinstadt Medora im Westen, kam kürzlich mit dem Hotel 1883 eine neue Unterkunft dazu. Am Westufer des Little Missouri River, nahe der berühmten Bühne des Medora Musical gelegen, vereint dieses neue Hotel modernen Luxus mit traditioneller Wildwest-Atmosphäre.
Übrigens: 1883 war das Städtchen Medora vom französischen Adeligen Marquis de Mores gegründet und nach seiner Frau benannt worden. Über seinen Versuch, unterstützt von Teddy Roosevelt, hier Rinderzuchtimperien aufzubauen, und über andere historische Ereignisse erfährt man mehr in der Hotellobby. Dort sind nämlich Memorabilien und Fotos ausgestellt.
- Infos Hotel 1883: https://medora.com/hotel1883
- Medora: https://medora.com
- North Dakota: www.ndtourism.com
OST-WASHINGTON – Palouse Scenic Byway
Der Ostteil Washingtons, nahe der Grenze zu Idaho, wird vom 335 km langen Palouse Scenic Byway durchzogen. Er führt durch die sog. Palouse Region, eine grüne Landschaft mit sanft geschwungenen Hügeln und netten Ortschaften wie Pullman – Sitz der Washington State University –, Palouse oder Colfax. Guter Startpunkt ist Pullman, von dort geht es nordwärts auf dem US 195 nach Colfax. Codger Pole ist hier die höchste Kettensägen-Skulptur der Welt. Pama Pond bietet sich als See zur Erfrischung (und zum Fischen) an, ebenfalls erholsam ist der Palouse Falls State Park mit seinen Wasserfällen. Ebenfalls lohnend: der 4,5 Meilen lange Snake River Trail. In Uniontown lohnt ein Blick in die Artisans at the Dahmen Barn, eine Sammlung von über 1.000 „Wagon Wheels“. Für Erfrischung sorgt in Pullman WSU Ferdinand’s Ice Cream Shoppe und zur Brotzeit empfielt sich Cougar Gold Cheese. In Oakesdale steht die J.C. Barron Flour Mill von 1890. Der John Wayne Trail führt nach Norden, Richtung Latah mit prähistorischen Mammutfunden. Vom Steptoe Butte State Park Drive aus sind die Ausblicke auf die Palouse Hills spektakulär.
- Washington Tourism: https://stateofwatourism.com
MINNESOTA – Indianische Kultur kennenlernen
In Minnesota sind elf offiziell anerkannte Native American Tribes beheimatet und es gibt vielseitige Möglichkeiten, deren Kultur kennenzulernen. Zum Beispiel im Restaurant Idígena by Owamni in Minneapolis, betrieben von Chefkoch Sean Sherman (Oglala Lakota) oder bei MiigWitches Brew in Cloquet, einem Kaffee-Kiosk. Mehr dazu unter Native American Food. Auch was die „Makers“-Szene angeht, sind viele Native Americans in Minnesota höchst kreativ. Viele verkaufen auch über das Internet. Zum Beispiel, Creative Native Beading von Renee Belanger, die Perlenschmuck anfertigt. Anashinaabe-Designerin Sarah Agaton Howes hat sich auf Moccasins und andere Tribal Regalia fokusiert. Unter dem Label „Heart Berry“ verkauft sie auch Schals, Umhänge u.a. Textilien in typisch floralen Motiven, dazu Taschen, Kleidung u.a. Accessoires. Ojibwe-Indianerin Delina White entwirft (indianisch-inspirierte) Mode und Schmuck unter dem Brand-Namen IamAnishinaabe. Auf Seifen aller Art „Lakota Made“ hat sich Megan Schnitker spezialisiert. Auch ihre Balsame, Salben, Öle, Cremes und Tinkturen sind allesamt ökologisch produziert, in kleinen Mengen mit natürlichen Grundstoffen. Native Harvest ist eine Cooperative der Ojibwe mit einem Laden in Callaway. Von Spezialitäten wie Wildreis oder Produkten aus lokalen Beeren gibt es Perlenschmuck und Kunst auf Birchbark. Bei Red Lake Nation Foods – betrieben von der Red Lake Band of Chippewa Indians in Nordzentral-Minnesota – gibt es ebenfalls ausgefallene Lebensmittel wie Ahornsirup, Wildbeeren-Gelees und den ausgezeichneten Wildreis. Dieser Tribe ist der einzige, der den Wildreis auf eigenem Land kultiviert und nach traditioneller Weise im Kanu erntet. Die Produkte sind über den Online Marketplace Nawapo erhältlich. „Indigenous Streetwear“ wird von The NTVS mit Mitgliedern verschiedener Tribes produziert. Zum Sortiment gehören T-Shirts, Hoodies u.a. Modeartikel mit vielerlei Aufschriften oder Batches.
- www.exploreminnesota.com/culture-heritage/native-american-food-minnesota
- www.exploreminnesota.com/culture-heritage/native-american-shops-makers-minnesota
HOUSTON – Kreative Hochburg
Sawyer Yards, Houston’s Hub for Art and Culture, ist eine der größten Art Communities in den USA. Hier schlägt das kreative Herz der Stadt mit Theater, einer Indoor Climbing Wall, mehreren Cafés und Restaurants, mit Galerien und Boutiquen. 2005 ins Leben gerufen in einer riesigen alten Lagerhalle, die vormals von der Eisenbahn als Rail Yard genutzt wurde, machten die Winter Street Studios den Anfang. Fünf andere Studio-Kunst-Komplexe kamen mittlerweile dazu, insgesamt Hunderte von Studios, Galerien, Lokalen, Brauereien, Unterhaltungseinrichtungen u.v.a.
Mehr als 300 Künstler und Kunsthandwerker sind in sechs verschiedene Warehouses und 97 Workspaces eingezogen und ganzjährig finden Events statt, darunter Second Saturday Open Studios – am 2. Samstag jeden Monats von 12-17 Uhr. Dazu finden in einzelnen Locations immer wieder Ausstellungen u.a. Veranstaltungen, es gibt Murals zu bewundern und öffentliche Kunst in der „Art Alley“. Sawyer Yards gliedert sich in Main, North, South und West Yard und es gibt zwei große Parkplätze: Main Yard Parking (2101 Winter St.) und North Yard Parking (1824 Spring St.). Geöffnet ist Mo.-Sa. 9-17 Uhr.
NEW YORK – 9/11 Memorial & Museum feiert Geburtstag
Ein Vierteljahrhundert ist es nun her, dass am Morgen des 11. September 2001 das World Trade Center von zwei Flugzeugen, die von al-Qaeda-Terroristen gekidnappt worden waren, zerstört wurde. Beide Türme stürzten ein und begruben an die 3.000 Menschen unter sich. Dieser Anschlag veränderte New York und die Welt und an ihn soll am 11. September gedacht werden. Familien der Opfer werden sich zu einer Zeremonie auf der Memorial Plaza einfinden, wo laut die Namen der Toten dieses (und eines vorausgegangenen Bombenanschlags 1993) verlesen werden. Es folgen Schweigeminuten für jeden Turm, den Anschlag aufs Pentagon und der Absturz in Pennsylvania und jene, die in Folge des Terroranschlags starben. Am Abend, um 20 Uhr, steht dann das „9/11 Tribute in Light: Live from Lower Manhattan“ auf dem (Fernseh-)Programm, ausgestrahlt wird für eine Stunde auf ABC, Disney+, Hulu, National Geographic, auf Livestreams und ABC News Live. Bei Tribute in Light werden zwei Licht-Kegel die Twin Towers zum Leben erwecken. Dazu sollen die Fassaden von Gebäuden und besonderen Sights überall in NYC und landesweit in Blau angestrahlt werden.
Text: ©Drs. Margit Brinke – Peter Kränzle, http://travelingtramps.blogspot.com
Fotos: ©MB sofern am Bild nicht anders angegeben.
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