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USA-News # 28

Die Passagierzahlen an Bayerns drei internationalen Flughäfen sind nach dem pandemiebedingten Einbruch in den Vorjahren wieder gestiegen: München, Nürnberg und Memmingen zählten im ersten Halbjahr 2022 mit 15 Millionen Fluggästen wieder mehr als im ganzen Jahr 2021. Allein MUC meldete knapp 13 Mio. Passagiere.

Neue Flugverbindungen sind 2022 dazugekommen, wie jene mit UA direkt von München nach Denver oder von Berlin nach Washington, D.C. oder New York/Newark. Die Billig-Airline Norse Atlantic Airways fliegt neu von BER nach Los Angeles und NYC.  Eurowings Discover (Lufthansa Gruppe) fliegt z.B. nach Salt Lake City, Tampa, Ft. Myers, Las Vegas und Anchorage. Condor fliegt mittlerweile insgesamt 16 Reiseziele in Nordamerika an.

Auf Inlandsflügen in den USA muss inzwischen auch keine Maske mehr getragen werden, bei Flügen von Deutschland variieren die Regeln je nach Fluggesellschaft (vorher erkundigen!). FFP2-Masken sind nicht mehr zwingend vorgeschrieben. Vor dem Abflug in die USA muss ein Gesundheitsformular ausgefüllt werden und der Impfnachweis dabei sein.

Der Flugverkehr Richtung USA ist wieder im Aufwind

Los Angeles – Barbie und Ken mischen die Strände auf

Barbie sorgte bereits im Sommer in den Medien für großes Aufsehen. Fans weltweit teilten virale Fotos der Hollywoodstars Margot Robbie und Ryan Gosling, die in Neonfarben und mit Rollerblades als Barbie und Ken in Venice Beach, Los Angeles, bei den Dreharbeiten des neuen Barbie & Ken-Films unterwegs waren. Greta Gerwigs starbesetzte Version von Barbie wird im Jahr 2023 in die Kinos kommen.

 

Las Vegas Strip – Alles neu im Süden!

Die Revitalisierung des südlichen Las Vegas Strip wird vorangetrieben. Dream Las Vegas kündigte kürzlich den Baubeginn eines neuen Lifestyle-Hotels an. Entstehen soll bis Ende 2024 südlich des altbekannten Mandalay Bay-Hotels und in nächster Nähe zum Flughafen ein neuer Hotelkomplex mit über 500 Gästezimmern und Suiten, Restaurants, Bars, Pools und Clubs, Ballsaal, Theater, Kasino u.a.

Der Strip in Las Vegas wird im Süden neu belebt.

Der unter dem Namen „McCarren International Airport“ bekannte Flughafen von Las Vegas, wurde übrigens in „Harry Reid International Airport“ (LAS) umbenannt. Er ist nun nach dem früheren Senator Harry Reid benannt, bis 2021 hieß er nach dessen Vorgänger Pat McCarran.

Stargazing in Nevada

Gerade gingen sie auch über Deutschland nieder, die Perseiden, doch angesichts der häufig hohen Lichtverschmutzung ist es hierzulande meist schwer, Sternschnuppen zu beobachten. In Nevada hingegen, wo es lediglich zwei große städtische Ballungsgebiete mit viel Licht (Las Vegas und Reno) gibt, ist es leicht am Himmel etwas zu entdecken.

Der Great Basin National Park glänzt mit der Auszeichnung „International Dark Sky Park”, verliehen von der International Dark Sky Association. Hier können Besucher an einem von Park Rangern geleiteten Programm im Astronomy Amphitheater teilnehmen und den faszinierenden Himmel durch ein Hochleistungsfernrohr kennenlernen. Auch die  Massacre Rim Wilderness Study Area ist ein Areal, wo die Lichtverschmutzung so gering ist, dass unter günstigen Bedingungen sogar die Sterne sichtbar Schatten werfen.

Endlos weiter Horizont und kaum Lichtquellen: Nevada ist ideal zum „Stargazing“.

New Orleans – Ausblicke und Einblicke

Im Frühjahr nächsten Jahres soll der Liberations Pavilion als Teil des National WWII Museum neu eröffnen. Das „World War II“-Museum ist vor allem bei Amerikanern beliebt, aber auch für Geschichtsinteressierte aus aller Welt einen Besuch wert. In dem neuen Gebäudeteil soll es auf zwei Stockwerken in verschiedenen Abteilungen um das Kriegsende gehen, um den Holocaust, die Nachkriegsjahre und die Folgen des Krieges bis heute.

Besuch im National WWII Museum

Grandiose Aussicht auf den Mississippi River und die Stadt genießt man von der Aussichtsplattform des neue Four Seasons Hotels New Orleans. „Vue New Orleans“ bietet Aussicht von Innen und Außen und einen 360-Grad-Rundumblick, aber auch interaktive Elemente. Der Turm, in dem sich heute das Luxushotel befindet, ist mit seinen 34 Stockwerken eine (unter Denkmalschutz stehende) Ikone der Stadt. 1968 erbaut zur 250. Jahrfeier der Stadtgründung und entworfen im modernistischen Stil von Edward Durell Stone, fungierte der Bau zunächst als World Trade Center & International Trade Mart, damals schon mit legendärer drehender Bar im Obergeschoss. Dann stand der Bau nach der Hochwasserkatastrophe von 2005 lange Zeit leer.

Das ehemalige World Trade Center (re. Bildrand) ist heute Hotel mit Aussichtsplattform, Bar und Lokalen

Tulsa/Oklahoma: Route 66 Experience

Obwohl der erste Spatenstich noch auf sich warten lässt, darf man gespannt sein: Rechtzeitig zum Route 66-Jubiläum 2026 soll in Tulsa/Oklahoma ein neuer Anziehungspunkt an der Route 66 entstehen, u.a. bestehend aus einem neuen Hotel, dem „Avery Hotel“ mit 40 Zimmern, Lokal und Bar, einer „Classic car rental vending machine“ und einem neuem Interpretive Center. Entstehen soll der Gebäudekomplex gegenüber der Avery Centennial Plaza mit dem „East Meets West“-Monument, direkt an der historischen Route 66. Besucher können dort ihre „Kicks on Route 66“ mittels zwölf zur Verfügung stehenden Classic Cars bekommen. Die Wagen werden im Stil einer überdimensionierten Verkaufsmaschine in einem neon-beleuchteten Turm zur Vermietung angeboten. Zu diesem „Ride the Road Experience“ gehört eine „Map down the Mother Road“, die Sehenswürdigkeiten aller Art, von Museen über Restaurants bis hin zu Events und Eyecatchern entlang der Route 66 auflistet.

„East meets West“ – dieses Monument an der Rte. 66 in Tulsa markiert den Übergang von Vergangenheit (Kutsche) zur Moderne (Auto).

Theater Week in Houston

Houston macht NYC Konkurrenz: Vom 22.-29. August können Interessierte im Rahmen der erstmals veranstalteten „Houston Theater Week“ Tickets für 85 verschiedene Veranstaltungen im Laufe der 2022/23-Saison zum vergünstigten Preis, nach dem Prinzip „Buy One, Get one FREE“, erwerben. Durch die Zusammenarbeit von Houston Theater District und Houston First Corporation konnte diese Aktion an der die 18 professionellen Performing-Arts-Organisationen – darunter Houston Symphony, Alley Theatre, Grand Opera – beteiligt sind, ins Leben gerufen werden. Günstig besucht werden können z.B. „Chicago The Musical“, „Mary Poppins“, „Rent“ oder „STOMP“.

Houston Symphony – diese Saison kann man z.B. diesen Kulturgenuss günstiger bekommen!

NEW YORK – 24/7

Neues Theater

Nicht einmal in NYC wird jeden Tag ein neues Theater in NYC eröffnet und deshalb wird die Eröffnung des Midnight Theatre am 21. Sept. in Manhattan West – südöstlich der Hudson Yards – ganz besonders gefeiert. Mit 160 Plätzen, einer Bar, einem Restaurant und einem Café ist es eine neue Entertainment-Destination in NYC. Aufgeführt werden sollen Live-Acts, von Musicals bis Comedies – ein „Variety Theater“ im wahrsten Sinne ausgestattet mit modernster Technologie.

Grand Central Madison LIRR Station

Eine neue LIRR-Station in Midtown, „Grand Central Madison“, soll Ende des Jahres in Betrieb gehen. Diese wegweisende Erweiterung des Long Island Rail Road Service – die erste Expansion seit Bau der Penn Station und East River Tunnel – gibt LIRR-Passagieren erstmals direkten Zugang zur East Side von Manhattan. Der neue Bahnhof, unter dem Grand Central Terminal gelegen, soll acht Gleise und vier Bahnsteige umfassen, auf zwei Ebenen, und mit 25 neuen Shops u.a. Annehmlichkeiten ausgestattet sein. Der Bahnhof verläuft entlang der Madison Avenue von der 43rd bis zur 48th Street und soll die bisher genutzte Penn Station entlasten.

Der Grand Central Terminal wird ausgebaut.

Governors Island Spa

Etwas ungewöhnlich ist es schon, auf einer Insel, noch dazu auf einem ehemaligen Militärstützpunkt, ein Spa zu finden! „QC Terme Spas and Resorts“, der Betreiber, eröffnete in drei historischen Gebäuden der Army Barracks diese ungewöhnliche Wohlfühloase. Von diversen Pools (innen und außen), Saunen, Infrarot-Liegen, Hydro-Jets, Dampfbad u.a. entspannenden Einrichtungen bis hin zu Massagen ist für Erholung der Extraklasse gesorgt.

  • Info: www.qcny.com/en, tgl. geöffnet, 1/2-Tages-Pass $ 88, Massagen extra.

Ein Idyll  der besonderen Art: Governors Island, jetzt mit Spa!

NYC Ferry

Neu eingeführt wurde im Juli der „Rockaway Rocket“, eine neue, schnelle Fährverbindung vom Anleger Pier 11/Wall Street zu den Rockaways (108th St./Beach Channel Drive) und den dort befindlichen Beaches. An Sommerwochenenden können Besucher für $ 8 pro Fahrt mit NYC Ferry übers Wasser dorthin gelangen. Noch bis zum 11. Sept. wird diese Route bedient, dreimal tgl., jeweils samstags und sonntags. Ansonsten verkehrt die reguläre Rockaway Ferry, die ebenfalls in Brooklyn (Army Terminal/Sunset Park) hält.

Kürzlich verkündete Bürgermeister Eric Adams eine Erhöhung der Ticketpreise für NYC Ferry. Statt bisher $ 2,75 wie die Subway, soll der Preis ab 12. Sept. auf $ 4 pro Fahrt hochgehen.

Met Museum

„Sun Sets at The Met“ heißt ein noch bis Anfang September laufendes Musikprogramm an Freitag- und Samstag-Abenden. Auf dem Iris & B. Gerald Cantor Roof Garden gibt es Musik mit DJs für ein v.a. junges Publikum. Diese Parties sind in der Eintrittskarte enthalten, allerdings hat das Metropolitan Museum, als erstes der großen New Yorker Museen, die Eintrittsgebühr kürzlich auf $ 30 erhöht.

Das Met Museum bietet immer mehr, wird aber auch teurer.

Bootshaus-Restaurant schließt

Im Central Park schließt Mitte Oktober das altehrwürdige Loeb Boathouse für immer. Das Traditionsrestaurant wird aus wirtschaftlichen Gründen geschlossen. 1954 war es von dem Investment-Banker Carl M. Loeb, eröffnet worden, es spielte in zahlreichen Filmen und Serien eine Rolle. Das Lokal überlebte zunächst auch COVID gut, eröffnete im März 2021 neu, muss jedoch nun gut ein Jahr später endgültig schließen.

Eine Legende im Central Park: das Boathouse schließt.

Text: ©Drs. Brinke-Kränzle, http://travelingtramps.blogspot.com
Fotos: ©Dr. M. Brinke
Das Aufmacherfoto (©MB) zeigt New York.

 

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