{"id":31666,"date":"2025-04-28T09:55:35","date_gmt":"2025-04-28T07:55:35","guid":{"rendered":"https:\/\/www.iwanowski.de\/blog\/?p=31666"},"modified":"2025-04-28T15:02:37","modified_gmt":"2025-04-28T13:02:37","slug":"kopenhagen-schwammstadt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.iwanowski.de\/blog\/kopenhagen-schwammstadt\/","title":{"rendered":"Ein Vorbild f\u00fcr nachhaltiges Wassermanagement: Kopenhagen wandelt sich zur \u201eSchwammstadt\u201c"},"content":{"rendered":"<p>Am 2. Juli 2011 brach ein Starkregen \u00fcber Kopenhagen herein, der als \u201eJahrtausendregen\u201c in die Stadtgeschichte einging. Fast 15 Zentimeter Niederschlag pro Quadratmeter fielen innerhalb einer Zeitspanne von zwei Stunden, Keller f\u00fcllten sich mit Wasser, die Sch\u00e4den des Unwetters wurden auf bis zu 1,2 Milliarden Euro gesch\u00e4tzt.<\/p>\n<p>Um solche Katastrophen in Zukunft zu verhindern, schmiedete die Stadt den so genannten \u201eSkybrudsplan\u201c \u2013 \u201eWolkenbruchplan\u201c. Das Konzept wird j\u00e4hrlich weiterentwickelt, mindestens bis 2035 wird noch an 300 Projekten zur Realisierung gearbeitet und dann ist Kopenhagens Verwandlung in eine Schwammstadt perfekt.<\/p>\n<div id=\"attachment_31669\" style=\"width: 760px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"https:\/\/www.iwanowski.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/RooftopGarden.jpg\" data-wpel-link=\"internal\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-31669\" class=\"wp-image-31669 size-full\" src=\"https:\/\/www.iwanowski.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/RooftopGarden.jpg\" alt=\"\" width=\"750\" height=\"500\" srcset=\"https:\/\/www.iwanowski.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/RooftopGarden.jpg 750w, https:\/\/www.iwanowski.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/RooftopGarden-300x200.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 750px) 100vw, 750px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-31669\" class=\"wp-caption-text\">Auf dem unscheinbaren Geb\u00e4ude eines ehemaligen Auktionshauses befindet sich ein Rooftop Garden und ein Restaurant im Gew\u00e4chshaus. | Foto: Visit Copenhagen<\/p><\/div>\n<p>Bei einer Schwammstadt ist der Name Programm; wie bei einem Schwamm, der das Mehrfache seines Gewichts an Fl\u00fcssigkeit aufnehmen kann, soll auch die Stadt so umgebaut werden, dass m\u00f6glichst viele Orte als Wasserspeicher fungieren k\u00f6nnen. Umgesetzt wird diese Strategie durch die Neugestaltung von Gr\u00fcnfl\u00e4chen im Stadtgebiet, um die Aufnahme von gro\u00dfen Wassermengen zu erm\u00f6glichen. Weitere Ma\u00dfnahmen sind das Aufbrechen von Versiegelungen, damit das Wasser leichter versickern kann, und die Begr\u00fcnung von D\u00e4chern und Fassaden, damit auch hier Feuchtigkeit gespeichert werden kann.<\/p>\n<p>Weltweit wird auch in vielen anderen St\u00e4dten an der Umsetzung innovativer Wassermanagementstrategien gearbeitet. In Bochum wurde z.B. j\u00fcngst bei der Sanierung der Hattinger Stra\u00dfe, der zweitl\u00e4ngsten Stra\u00dfe der Stadt, ein spezielles Mulden-Rigolen-System zur Oberfl\u00e4chenentw\u00e4sserung zwischen den beiden Fahrbahnen angelegt, um Regenwasser kontrolliert in den Marbach abzuleiten. Doch nirgendwo auf der Welt wird das Konzept einer Schwammstadt so konsequent umgesetzt wie in Kopenhagen.<\/p>\n<p>So werden in Kopenhagen Gr\u00fcnstreifen zu R\u00fcckhaltebecken und neu gepflanzte B\u00e4ume am Stra\u00dfenrand zu Wasserspeichern. Jedes neue Bauprojekt muss ein Wasserspeicherkonzept vorlegen.<\/p>\n<p>Neue unterirdische Reservoirs, die schon ab den 1990ern entstanden, haben nicht nur den Weg zur Schwammstadt mitgeebnet, sie bieten au\u00dferdem den Vorteil, dass die st\u00e4dtischen Kl\u00e4ranlagen nicht mehr \u00fcberfordert sind und das Abwasser nicht mehr zusammen mit dem Regenwasser in den Hafen flie\u00dft. So ist das Wasser im Hafen nun viel sauberer, Kopenhagen besitzt seit 2002 ein eigenes Hafenschwimmbad und wurde vor ein paar Jahren vom Sender CNN sogar zur weltweit besten \u201eCity for Swimming\u201c gek\u00fcrt.<\/p>\n<div id=\"attachment_31670\" style=\"width: 760px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"https:\/\/www.iwanowski.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/KalvebodBoelge.jpg\" data-wpel-link=\"internal\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-31670\" class=\"wp-image-31670 size-full\" src=\"https:\/\/www.iwanowski.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/KalvebodBoelge.jpg\" alt=\"\" width=\"750\" height=\"563\" srcset=\"https:\/\/www.iwanowski.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/KalvebodBoelge.jpg 750w, https:\/\/www.iwanowski.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/KalvebodBoelge-300x225.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 750px) 100vw, 750px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-31670\" class=\"wp-caption-text\">Seitdem sich die Wasserqualit\u00e4t im Hafen enorm verbessert hat, kann man von der Kalvebod B\u00f8lge aus ins Wasser h\u00fcpfen. | Foto: Marita Bromberg<\/p><\/div>\n<p><strong><div class=\"red-box\"><\/strong><\/p>\n<p><em> <a href=\"https:\/\/www.iwanowski.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/101_Kopenhagen_2025_3D.jpg\" data-wpel-link=\"internal\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft wp-image-31671\" src=\"https:\/\/www.iwanowski.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/101_Kopenhagen_2025_3D.jpg\" alt=\"\" width=\"272\" height=\"386\" srcset=\"https:\/\/www.iwanowski.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/101_Kopenhagen_2025_3D.jpg 1606w, https:\/\/www.iwanowski.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/101_Kopenhagen_2025_3D-211x300.jpg 211w, https:\/\/www.iwanowski.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/101_Kopenhagen_2025_3D-721x1024.jpg 721w, https:\/\/www.iwanowski.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/101_Kopenhagen_2025_3D-768x1091.jpg 768w, https:\/\/www.iwanowski.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/101_Kopenhagen_2025_3D-1081x1536.jpg 1081w, https:\/\/www.iwanowski.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/101_Kopenhagen_2025_3D-1442x2048.jpg 1442w\" sizes=\"auto, (max-width: 272px) 100vw, 272px\" \/><\/a>Kopenhagen gilt als eine der \u201elebenswertesten St\u00e4dte der Welt\u201c. Die d\u00e4nische Hauptstadt ist alt und voller Geschichte, doch gleichzeitig pr\u00e4sentiert sich hier eine moderne europ\u00e4ische Metropole, die sich st\u00e4ndig weiterentwickelt. Besuchern bieten sich neben einer interessanten Architektur gem\u00fctliche und urige Ecken mit Caf\u00e9s zum Entspannen sowie zahlreiche Gourmetrestaurants \u2026 In Iwanowski\u2019s 101 Kopenhagen pr\u00e4sentieren Dirk Kruse-Etzbach und Ulrich Quack ihre 101 pers\u00f6nlichen Kopenhagen-Highlights, zwischen Geheimtipp und Top-Ziel.<br \/>\n<\/em><\/p>\n<\/div><\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am 2. Juli 2011 brach ein Starkregen \u00fcber Kopenhagen herein, der als \u201eJahrtausendregen\u201c in die Stadtgeschichte einging. 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