{"id":28134,"date":"2018-12-06T15:53:40","date_gmt":"2018-12-06T13:53:40","guid":{"rendered":"https:\/\/www.iwanowski.de\/blog\/?p=28134"},"modified":"2019-01-24T12:27:06","modified_gmt":"2019-01-24T10:27:06","slug":"eine-zugfahrt-die-ist-lustig-oder-bahnfahren-mit-kleinen-kindern","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.iwanowski.de\/blog\/eine-zugfahrt-die-ist-lustig-oder-bahnfahren-mit-kleinen-kindern\/","title":{"rendered":"Eine Zugfahrt, die ist lustig \u2026 oder? \u2013 Bahnfahren mit kleinen Kindern"},"content":{"rendered":"<p>Zugfahren ist f\u00fcr mich die<strong> pure Entspannung<\/strong>. Ich liebe es, die Zeit an Bord nach meinen eigenen W\u00fcnschen zu gestalten. Ich kann schlafen, lesen, aus dem Fenster schauen, im Bordbistro einen Kaffee trinken oder einfach nichts tun.&nbsp; An meiner Vorliebe f\u00fcrs Bahnfahren hat sich auch seit der Geburt unseres Sohnes wenig ge\u00e4ndert. Die Bewegungsfreiheit im Zug erm\u00f6glicht es uns, den Tag ganz nach dem normalen Rhythmus unseres Kleinen zu gestalten.<br \/>\nF\u00fcr uns ist die Bahn also meist das Transportmittel der Wahl, sodass unsere Erfahrungen mittlerweile auf vielen, vielen Tausend Zugkilometern in verschiedenen europ\u00e4ischen und asiatischen L\u00e4ndern beruhen. Am allermeisten sind wir aber nat\u00fcrlich im heimischen Schienennetz unterwegs.<\/p>\n\n<h1>Im Nahverkehrszug<\/h1>\n<p>In deutschen Regionalbahnen und S-Bahnen gestaltet sich die Reise mit einem kleinen Kind ziemlich unproblematisch, da im Mehrzweckabteil <strong>meist gen\u00fcgend Platz f\u00fcr einen Kinderwagen ist<\/strong>. Zu bestimmten Zeiten kann es allerdings etwas kuschelig werden: Am Wochenende, wenn hier auch Fahrr\u00e4der transportiert werden, und zu den Sto\u00dfzeiten morgens und nachmittags, wenn die Z\u00fcge durch die vielen Pendler oft generell \u00fcberf\u00fcllt sind. Manchmal k\u00f6nnen wir aber ebendiese Zeiten leider nicht vermeiden. Auf eine <strong>freundliche Bitte<\/strong> hin wurde uns aber bisher immer ein Sitzplatz \u00fcberlassen.<br \/>\nNach meinen Erfahrungen ist ein Zugboden <strong>nicht dreckiger ist als ein Spielplatz oder eine Wiese<\/strong> im Park. Dementsprechend entspannt waren wir auch immer, wenn unser Kleiner krabbelnd den Waggon eroberte. Ein kleiner Dreckspatz ist f\u00fcr alle Beteiligten zudem wesentlich nervenschonender als Eltern, die verzweifelt gegen den Bewegungsdrang eines Kleinkindes auf dem Scho\u00df oder im Kinderwagen ank\u00e4mpfen.<\/p>\n<div id=\"attachment_28139\" style=\"width: 179px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"https:\/\/www.iwanowski.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/Kontakte-kn\u00fcpfen_s.jpg\" data-wpel-link=\"internal\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-28139\" class=\"size-medium wp-image-28139\" src=\"https:\/\/www.iwanowski.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/Kontakte-kn\u00fcpfen_s-169x300.jpg\" alt=\"\" width=\"169\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/www.iwanowski.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/Kontakte-kn\u00fcpfen_s-169x300.jpg 169w, https:\/\/www.iwanowski.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/Kontakte-kn\u00fcpfen_s.jpg 576w\" sizes=\"auto, (max-width: 169px) 100vw, 169px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-28139\" class=\"wp-caption-text\">Alles wird inspiziert \u2013 nat\u00fcrlich unter strenger Beobachtung!<\/p><\/div>\n<p>Dennoch waren die Bahnfahrten mit einem krabbelnden Kind in Nahverkehrsz\u00fcgen aus verschiedenen Gr\u00fcnden f\u00fcr mich bisher am herausforderndsten.<br \/>\nNicht nur, weil ich oftmals die gesamte Zugfahrt das kleine Energieb\u00fcndel vor sich \u00f6ffnenden T\u00fcren, ein- und aussteigenden Menschenmassen und Treppen<strong> sch\u00fctzen und dabei das Gep\u00e4ck unbeaufsichtigt lassen musste<\/strong>. Da unser Sohn au\u00dferdem<strong> extrem kontaktfreudig ist<\/strong>, galt es schon oft, blitzschnell zu reagieren, bevor die schmuddeligen Fingerchen auf den Taschen und Hosen der Mitreisenden landen. In diesen Momenten habe ich mich schon so manches Mal gefragt, warum eigentlich jedes Kind eine Fremdel-Phase durchmacht \u2013 nur unseres nicht. <strong>Beschwert hat sich aber gl\u00fccklicherweise noch niemand<\/strong>. Im Gegenteil. Viele freuen sich \u00fcber den kleinen Besucher, der stets<strong> jeden Fahrgast pers\u00f6nlich begr\u00fc\u00dfen m\u00f6chte<\/strong>. Trotzdem sollte man als Mama oder Papa nat\u00fcrlich auch Verst\u00e4ndnis haben, wenn jemand einfach in Ruhe seine Zugfahrt genie\u00dfen m\u00f6chte.<br \/>\nGenerell muss man bei Mitreisenden auf Reaktionen aller Art gefasst sein, wenn man ein kleines Kind auf den Boden im Zug setzt. Obwohl diese <strong>meistens positiv und freundlich sind<\/strong> (<em>\u201eWie sch\u00f6n, dass es heute auch noch Eltern gibt, die so unkompliziert mit ihrem Kind sind \u2026\u201c; \u201eIhr Kleiner wird sicher ein gutes Immunsystem haben \u2026\u201c<\/em>), st\u00f6\u00dft diese elterliche Entspanntheit bei manchen auf Unverst\u00e4ndnis. Zum einen wegen des Hygiene-Aspektes, zum anderen, weil vor allem in Kurven und beim Anfahren und Bremsen des Zuges der ein oder andere kleine Sturz auf den Windel-P\u00f6ter nur <strong>schwer vermeidbar<\/strong> ist.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h1>Das Kleinkindabteil in ICE und IC<\/h1>\n<p>In Fernverkehrsz\u00fcgen, die oftmals sogar mit Teppichboden ausgestattet sind, reist es sich nat\u00fcrlich generell komfortabler. In ICEs und den meisten IC- und EC-Z\u00fcgen<strong> gibt es sogar Kleinkindabteile<\/strong>, die vorrangig f\u00fcr Familien mit Babys und Kindern bis drei Jahre vorgesehen sind. Hier gibt es Platz zum Krabbeln und Spielen und sogar<strong> Abstellm\u00f6glichkeiten f\u00fcr den Kinderwagen<\/strong> (entweder im Abteil oder ganz in der N\u00e4he).<br \/>\n<strong>Ich finde diese Abteile klasse.<\/strong> Man ist unter sich und muss keine Sorgen haben, dass sich andere Fahrg\u00e4ste durch das Kind gest\u00f6rt f\u00fchlen k\u00f6nnten. Zudem sind mir die Kr\u00fcmel auf dem Boden, die der Kleine beim Verputzen von Keksen und Co. produziert, weniger unangenehm. Oft haben n\u00e4mlich <strong>andere kleine Kr\u00fcmelmonster bereits ihre Spuren dort hinterlassen<\/strong>.<br \/>\nF\u00fcr etwas gr\u00f6\u00dfere Kinder sind die Familienbereiche in den ICEs eine sch\u00f6ne Alternative. Auf manchen Strecken wird<strong> sogar eine Kinderbetreuung angeboten<\/strong>. Hier empfehle ich eine Platzreservierung mit Tisch, an dem gegessen oder gespielt werden kann. Mit etwas Gl\u00fcck findet man unter den anderen kleinen Fahrg\u00e4sten sogar einen Spielgef\u00e4hrten. Oder noch besser: Auf einer unserer letzten Fahrten haben es sich drei kleine Fahrg\u00e4ste \u00fcber mehrere Stunden zur Mission gemacht, <strong>unseren Sohn zu bespa\u00dfen<\/strong> und auf ihn aufzupassen. Perfekt!<\/p>\n<div id=\"attachment_28137\" style=\"width: 1034px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"https:\/\/www.iwanowski.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/Blick-auf-den-Baikalsee_s.jpg\" data-wpel-link=\"internal\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-28137\" class=\"size-full wp-image-28137\" src=\"https:\/\/www.iwanowski.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/Blick-auf-den-Baikalsee_s.jpg\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"768\" srcset=\"https:\/\/www.iwanowski.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/Blick-auf-den-Baikalsee_s.jpg 1024w, https:\/\/www.iwanowski.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/Blick-auf-den-Baikalsee_s-300x225.jpg 300w, https:\/\/www.iwanowski.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/Blick-auf-den-Baikalsee_s-768x576.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-28137\" class=\"wp-caption-text\">Mensch, ist das spannend &#8230;<\/p><\/div>\n<h1>Braucht man eine Platzreservierung?<\/h1>\n<p>Egal, ob nun im Kleinkindabteil oder im Gro\u00dfraumwagen, wer eine l\u00e4ngere Fahrt mit viel Gep\u00e4ck vor sich hat, dem lege ich eine Sitzplatzreservierung <strong>sehr ans Herz.<\/strong> Die Erfahrung hat mich zudem gelehrt, dass es absolut sinnvoll ist,<strong> auch f\u00fcr ein Baby einen eigenen Platz zu reservieren<\/strong>. Auf diesem kann es spielen, schlafen oder aus dem Fenster schauen. Ich nutzte ihn meistens daf\u00fcr, den Rucksack dort abzulegen, damit ich nicht mit dem Kind auf dem Scho\u00df und einem anderen Fahrgast auf dem Nachbarsitz im Rucksack kramen muss, der zwischen meinen F\u00fc\u00dfen steht.<br \/>\nBei den Sitzplatzreservierungen gibt es eine recht g\u00fcnstige Pauschale f\u00fcr die ganze Familie. Wenn ich allein mit dem Kleinen unterwegs bin, riskiere ich es manchmal, ohne Reservierung mit Kinderwagen einzusteigen und auf einen freien Platz zu spekulieren. Das kann gut gehen, ich habe aber auch schon einige Male mit unserem Baby <strong>auf dem Flur gesessen<\/strong>. So ist das dann eben.<\/p>\n<div id=\"attachment_28138\" style=\"width: 1034px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"https:\/\/www.iwanowski.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/Eigener-Platz-f\u00fcr-kleine-Kinder_s.jpg\" data-wpel-link=\"internal\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-28138\" class=\"size-full wp-image-28138\" src=\"https:\/\/www.iwanowski.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/Eigener-Platz-f\u00fcr-kleine-Kinder_s.jpg\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"576\" srcset=\"https:\/\/www.iwanowski.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/Eigener-Platz-f\u00fcr-kleine-Kinder_s.jpg 1024w, https:\/\/www.iwanowski.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/Eigener-Platz-f\u00fcr-kleine-Kinder_s-300x169.jpg 300w, https:\/\/www.iwanowski.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/Eigener-Platz-f\u00fcr-kleine-Kinder_s-768x432.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-28138\" class=\"wp-caption-text\">Ausreichend Platz zum Ausruhen<\/p><\/div>\n<h1>Wickeln im Zug<\/h1>\n<p>In ICEs und ICs gibt es in den Toiletten, die auch f\u00fcr Rollstuhlfahrer geeignet sind, <strong>ausklappbare Wickeltische<\/strong>. Sie befinden sich meist in der N\u00e4he der Kleinkindabteile. Angeblich gibt es auch teilweise in den Abteilen selbst Wickeltische. So einen habe ich aber noch nie bewusst wahrgenommen oder benutzt.<br \/>\nIn Regionalz\u00fcgen stehen immerhin gro\u00dfz\u00fcgige Toilettenr\u00e4ume zur Verf\u00fcgung, in die man<strong> mit einem Kinderwagen hineinfahren<\/strong> und in denen man dann wickeln kann, falls es keinen Wickeltisch gibt.<br \/>\nNat\u00fcrlich gibt es auch die M\u00f6glichkeit, eine Windel auf einem freien Sitz zu wechseln. Diese Option nutze ich aber <strong>nur im Notfall<\/strong> und wenn sich kein anderer Gast dadurch gest\u00f6rt f\u00fchlen kann.<\/p>\n<h1>Essen und Trinken im Zug<\/h1>\n<p><a href=\"https:\/\/www.iwanowski.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/R\u00fcckzugsm\u00f6glichkeit-1.-Klasse.jpg\" data-wpel-link=\"internal\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-28141 alignright\" src=\"https:\/\/www.iwanowski.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/R\u00fcckzugsm\u00f6glichkeit-1.-Klasse-169x300.jpg\" alt=\"\" width=\"169\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/www.iwanowski.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/R\u00fcckzugsm\u00f6glichkeit-1.-Klasse-169x300.jpg 169w, https:\/\/www.iwanowski.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/R\u00fcckzugsm\u00f6glichkeit-1.-Klasse-576x1024.jpg 576w, https:\/\/www.iwanowski.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/R\u00fcckzugsm\u00f6glichkeit-1.-Klasse.jpg 720w\" sizes=\"auto, (max-width: 169px) 100vw, 169px\" \/><\/a>Leider fehlt es vor allem in \u00fcberf\u00fcllten Regionalz\u00fcgen manchmal an R\u00fcckzugsm\u00f6glichkeiten zum Stillen. Die Bordtoiletten sind hier nicht unbedingt ein Ort, an den man es sich gem\u00fctlich machen m\u00f6chte. Anders als im Flugzeug, wo man ja in der Regel nur Sitznachbarn hat, k\u00f6nnen einem im Zug andere Fahrg\u00e4ste auch gegen\u00fcber sitzen. Wenn ich mich nicht wohlgef\u00fchlt habe, habe ich mich manchmal in die weniger besuchte<strong> erste Klasse gesetzt<\/strong>. Das ist zwar nur halb legal, aber gegen unseren kurzen Besuch gab es nie Einw\u00e4nde.<br \/>\n<strong>In den Kleinkindabteilen gibt es Steckdosen<\/strong>, um einen Flaschenw\u00e4rmer zu verwenden. Normalerweise ist aber auch das Bordbistro nicht weit von diesen Abteilen entfernt. Hier hilft das Personal gern <strong>mit hei\u00dfem Wasser oder einer Mikrowelle<\/strong> zum Aufw\u00e4rmen aus.<br \/>\nInsgesamt kann ich sagen, dass das Personal in allen Z\u00fcgen sehr freundlich auf unser Baby bzw. Kleinkind reagiert hat. Manchmal gibt es sogar ein kleines Geschenk f\u00fcr die kleinen Reiseg\u00e4ste und fast jeder Zugbegleiter hat Verst\u00e4ndnis daf\u00fcr, dass die Fahrkartenkontrolle in manchen Momenten <strong>\u00e4u\u00dferst ung\u00fcnstig<\/strong> sein kann, und kommt einfach sp\u00e4ter noch einmal wieder.<\/p>\n<h1>Wie sieht es mit der Barrierefreiheit aus?<\/h1>\n<p>Obwohl wir in Deutschland diesbez\u00fcglich schon wesentlich weiter sind als in anderen L\u00e4ndern, sind<strong> leider l\u00e4ngst nicht alle<\/strong> Bahnh\u00f6fe und S-Bahn-Haltestellen barrierefrei. Und wenn sie es theoretisch doch sind, sind die Aufz\u00fcge oder Rolltreppen (auf denen ein Kinderwagen offiziell ja sowieso nichts zu suchen hat) <strong>manchmal defekt oder wegen Wartungsarbeiten au\u00dfer Betrieb<\/strong>. Normalerweise findet sich schnell eine helfende Hand. Ich musste allerdings auch schon einmal auf den n\u00e4chsten Zug warten und eine Station weiter fahren als geplant, weil ich vollbepackt auf einem menschenleeren Gleis ohne Rolltreppe und mit defektem Fahrstuhl gestrandet war.<br \/>\nAuch kann man mit Kinderwagen in die wenigsten Z\u00fcge ohne fremde Hilfe einsteigen. Der H\u00f6henunterschied zwischen Zug und Bahnsteigkante sowie die Stufen in die Fernverkehrsz\u00fcge k\u00f6nnen <strong>f\u00fcr Alleinreisende mit Kind ein echtes Hindernis sein<\/strong>.<\/p>\n<div id=\"attachment_28140\" style=\"width: 1034px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"https:\/\/www.iwanowski.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/Paris-Gare-du-Nord_S.jpg\" data-wpel-link=\"internal\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-28140\" class=\"size-full wp-image-28140\" src=\"https:\/\/www.iwanowski.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/Paris-Gare-du-Nord_S.jpg\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"768\" srcset=\"https:\/\/www.iwanowski.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/Paris-Gare-du-Nord_S.jpg 1024w, https:\/\/www.iwanowski.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/Paris-Gare-du-Nord_S-300x225.jpg 300w, https:\/\/www.iwanowski.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/Paris-Gare-du-Nord_S-768x576.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-28140\" class=\"wp-caption-text\">Viel Trubel auf dem Bahnhof in Paris<\/p><\/div>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h1>Unsere Zugfahrt nach London<\/h1>\n<div class=\"red-box\">Zwar waren unsere Bahnerlebnisse bisher alles in allem sehr positiv, aber nat\u00fcrlich ist auf unseren Reisen im Zug <strong>nicht stets alles \u201eeasy\u201c und entspannt<\/strong>. Wie immer, wenn man mit einem Baby oder Kleinkind unterwegs ist, gilt es manchmal ganz tief durchzuatmen und immer genug Nervennahrung griffbereit zu haben. So zum Beispiel auf unserer Reise nach London im letzten Jahr.<br \/>\nAuch wenn die reine Zugfahrt l\u00e4nger ist, als man mit dem Flugzeug in der Luft w\u00e4re, ist die Reisedauer vom K\u00f6lner Hauptbahnhof bis nach St Pancras in London<strong> in etwa vergleichbar<\/strong>. Da ich allein mit unserem damals 5 Monate alten Baby unterwegs war, fand ich die M\u00f6glichkeit, jederzeit meinen Sitz verlassen und herumlaufen zu k\u00f6nnen, sehr verlockend. Aber wie das manchmal so ist, folgte ein unvorhersehbares Ereignis auf das andere: Kaum in den Zug eingestiegen, war durch einen kleinen Windel-Unfall <strong>die komplette Garnitur des Kleinen schon einmal hin\u00fcber<\/strong> und da ich generell f\u00fcr den Trip sehr minimalistisch gepackt hatte, musste er den Rest der Fahrt etwas provisorisch gekleidet antreten. Auch mit der mehr als einst\u00fcndigen Versp\u00e4tung des Anschlusszuges in Br\u00fcssel hatte ich nicht unbedingt gerechnet; so wurde der Ess-Schlaf-Wickel-Plan, den ich mir vorher grob zurechtgelegt hatte, hinf\u00e4llig. Zudem hatte ich untersch\u00e4tzt, dass eine Zugfahrt<strong> von insgesamt vier Stunden plus Umsteigezeit<\/strong> mit einem Baby mit <strong>nur einer<\/strong> Sitzplatzreservierung ziemlich lang werden kann. Irgendwie muss ich n\u00e4mlich den Zeitpunkt verpasst haben, an dem es dem kleinen Mann langweilig wurde, einfach nur auf Mamas Scho\u00df zu hocken. Da ich aber auch nicht die M\u00f6glichkeit hatte, ihn neben mich zu legen, diente mein Sitz eher als Gep\u00e4ckablage, w\u00e4hrend ich mit dem Knirps in der Bauchtrage eine<strong> gef\u00fchlt kilometerlange Wanderung<\/strong> im Wiegeschritt durch den Zug unternahm, um ihm beim Einschlafen zu helfen \u2013 oder ihn zumindest bei Laune zu halten. Er schien davon allerdings wenig beeindruckt zu sein. Ich war daher mehr als erleichtert, als ein nettes junges Paar, das offensichtlich meine Ersch\u00f6pfung erkannte, sich seiner annahm <strong>und ihn \u00fcber eine halbe Stunde besch\u00e4ftigte<\/strong>.<br \/>\nAls ich dann im Bordbistro auch noch eine Essensbox geschenkt bekam, hob sich meine Stimmung langsam wieder. Ob diese Box jeder Reisegast erhielt (wom\u00f6glich als Entsch\u00e4digung f\u00fcr die Versp\u00e4tung) oder ob ich einfach besonders bed\u00fcrftig aussah, kann ich nicht sagen. Ich fragte auch nicht danach. <strong>Ich war einfach dankbar f\u00fcr die zus\u00e4tzlichen N\u00e4hrstoffe.<\/strong> <\/div>\n<p>Wie so oft im Leben durfte ich durch diese Erfahrung aber lernen, was f\u00fcr mich auf einer Zugfahrt mit Baby besonders wichtig ist.<\/p>\n<ul>\n<li>Keine zu genauen Zeitpl\u00e4ne erstellen und flexibel bleiben<\/li>\n<li>Gen\u00fcgend Wechselkleidung f\u00fcr die Fahrt griffbereit haben<\/li>\n<li>Einen eigenen Platz f\u00fcr das Baby reservieren<\/li>\n<li>Eine Bauchtrage mitnehmen<\/li>\n<li>Genug Zeit zum Umsteigen einplanen<\/li>\n<li>Spielzeug einpacken<\/li>\n<\/ul>\n<h1>Fazit<\/h1>\n<div id=\"attachment_28135\" style=\"width: 179px\" class=\"wp-caption alignright\"><a href=\"https:\/\/www.iwanowski.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/Abenteuerspielplatz-Zug_s.jpg\" data-wpel-link=\"internal\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-28135\" class=\"size-medium wp-image-28135\" src=\"https:\/\/www.iwanowski.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/Abenteuerspielplatz-Zug_s-169x300.jpg\" alt=\"\" width=\"169\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/www.iwanowski.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/Abenteuerspielplatz-Zug_s-169x300.jpg 169w, https:\/\/www.iwanowski.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/Abenteuerspielplatz-Zug_s.jpg 576w\" sizes=\"auto, (max-width: 169px) 100vw, 169px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-28135\" class=\"wp-caption-text\">Abenteuerspielplatz Zug<\/p><\/div>\n<p><strong>Jedes Kind ist anders.<\/strong> Einige Babys sind die geborenen Automitfahrer, f\u00fcr andere wiederum ist jede Minute im Auto eine Qual. F\u00fcr unseren mittlerweile 15 Monate alten Sohn<strong> ist jede Bahnfahrt aufregend<\/strong> und jeder Zug gleicht einem<strong> Abenteuerspielplatz<\/strong>. Er liebt es, die G\u00e4nge hoch und runter zu flitzen, auf die Sitze zu klettern, das Spielzeug der anderen Kinder zu mopsen, Fahrr\u00e4der und Koffer zu inspizieren und Kontakt zu den Mitreisenden zu kn\u00fcpfen. An Stillsitzen ist nicht zu denken.<br \/>\nVor Kurzem habe ich eine junge Mama mit ihrem Baby im Zug angetroffen, w\u00e4hrend der Papa parallel mit dem Gep\u00e4ck im Auto zum Urlaubsort fuhr. Eine f\u00fcr mich sehr einleuchtende Variante und ein anschauliches Beispiel daf\u00fcr, <strong>dass jede Familie die f\u00fcr sich passende Art zu reisen finden muss.<\/strong><br \/>\nF\u00fcr uns bleibt es wohl trotz aller kleinen T\u00fccken vorerst der Zug.<\/p>\n<h1>\u00dcber die Autorin Dominika Klingenthal<\/h1>\n<div class=\"red-box\"><a href=\"https:\/\/www.iwanowski.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/Foto-D.Klingenthal_klein.jpg\" data-wpel-link=\"internal\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" wp-image-26045 alignright\" src=\"https:\/\/www.iwanowski.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/Foto-D.Klingenthal_klein-300x225.jpg\" alt=\"\" width=\"323\" height=\"242\" srcset=\"https:\/\/www.iwanowski.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/Foto-D.Klingenthal_klein-300x225.jpg 300w, https:\/\/www.iwanowski.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/Foto-D.Klingenthal_klein-768x576.jpg 768w, https:\/\/www.iwanowski.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/Foto-D.Klingenthal_klein-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/www.iwanowski.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/Foto-D.Klingenthal_klein.jpg 1772w\" sizes=\"auto, (max-width: 323px) 100vw, 323px\" \/><\/a>Ihre Leidenschaft, die Welt zu entdecken, f\u00fchrte Dominika Klingenthal bereits auf alle sieben Kontinente. Die hauptberufliche Apothekerin wurde 1986 in Manitoba in Kanada geboren und lebt mit ihrem Mann und dem gemeinsamen Sohn in K\u00f6ln. Seit dessen Geburt im Juni 2017 ist sie in Elternzeit und schreibt \u00fcber ihre Erfahrungen mit dem kleinen Reisegef\u00e4hrten.<br \/>\nSie liebt Giraffen, kleine Caf\u00e9s, Bibliotheken und den Geruch von Regen.<br \/>\n<em>Gibt es Fragen und Anmerkungen direkt an die Autorin?<\/em><br \/>\n<em>Gerne an: <\/em><em>D.Klingenthal[at]gmx.de<\/em><\/div>\n<h2>Weitere Artikel<\/h2>\n<ul>\n<li><a href=\"https:\/\/www.iwanowski.de\/blog\/ueber-den-wolken-fliegen-mit-den-kleinsten\/\" data-wpel-link=\"internal\">Fliegen mit kleinen Kindern<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.iwanowski.de\/blog\/staedtetrip-mit-kleinkind-londons-norden-teil-1\/\" data-wpel-link=\"internal\">Reisebericht \u2013 London mit Kleinkind<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<p>\u00a9 Texte und Bilder: Dominika Klingenthal<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zugfahren ist f\u00fcr mich die pure Entspannung. Ich liebe es, die Zeit an Bord nach meinen eigenen W\u00fcnschen zu gestalten. 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