{"id":16146,"date":"2014-05-15T14:45:08","date_gmt":"2014-05-15T12:45:08","guid":{"rendered":"http:\/\/www.iwanowski.de\/blog\/?p=16146"},"modified":"2018-06-27T15:38:59","modified_gmt":"2018-06-27T13:38:59","slug":"lesetipp-das-paradies-der-kleinen-dinge-ein-gemeinsames-tagebuch-von-sophia-nathaniel-hawthorne","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.iwanowski.de\/blog\/lesetipp-das-paradies-der-kleinen-dinge-ein-gemeinsames-tagebuch-von-sophia-nathaniel-hawthorne\/","title":{"rendered":"LESETIPP: Das Paradies der kleinen Dinge. Ein gemeinsames Tagebuch von Sophia &#038; Nathaniel Hawthorne"},"content":{"rendered":"<p><em>Buchtipp von den Autoren des Bandes \u201eUSA\u2013Ostk\u00fcste\u201c sowie Mitautoren des Bandes \u201eUSA-Nordosten&#8221; Margit Brinke und Peter Kr\u00e4nzle, Mai 2014<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Nathaniel Hawthorne<\/strong><\/em>, geboren 1804 in Salem\/Massachusetts, gestorben 1864 in Plymouth\/New Hampshire \u2013 gilt als einer der bedeutendsten amerikanischen Schriftsteller, ber\u00fchmt geworden durch seine beiden Hauptwerke <em>\u201eDer scharlachrote Buchstabe\u201c<\/em> und <em>\u201eDas Haus mit den sieben Giebeln\u201c.<\/em> Dank des von Alexander Pechmann ausgezeichnet \u00fcbersetzten und herausgegebenen gemeinsamen Tagebuchs von Sophia und Nathaniel Hawthorne lernt man Hawthorne nun von einer ganz anderen, liebevoll-humorvollen und lebensfrohen Seite kennen. Alleine das brillante Vorwort von Peter Handke macht den kleinen, auch handwerklich hervorragend erstellten Band des Jung und Jung-Verlages aus \u00d6sterreich (Salzburg und Wien) <strong>zu einem literarischen Juwel.<\/strong> Das gemeinsame Tagebuch des jungen Ehepaares Sophia und Nathaniel Hawthorne aus den ersten beiden Ehejahren in Concord\/Massachusetts ist ein <strong>heiteres Dokument eines gl\u00fccklichen Lebens<\/strong> und bietet dem modernen Leser einige Stunden Lekt\u00fcrevergn\u00fcgen.<\/p>\n<h2>Wilde Jugendjahre der amerikanischen Literatur<\/h2>\n<p>Die Jahre um die Mitte des 19. Jahrhunderts gelten zu Recht als die wilden Jugendjahre der amerikanischen Literatur. Damals waren Boston und das Umland, zu dem auch die Ortschaft Concord geh\u00f6rte, <strong>das Zentrum von Dichtern und Denkern<\/strong> wie <em>Ralph Waldo Emerson<\/em> (1803-1882), <em>Henry David Thoreau<\/em> (1817-1862), <em>Herman Melville<\/em> (1819-1891) und eben <em>Hawthorne<\/em>. W\u00e4hrend Emerson in seinen Schriften und mit der F\u00f6rderung der Brook Farm, der ersten Hippie-Kommune, Gruppengeist und<em> \u201eZur\u00fcck zur Natur\u201c<\/em> feierte, waren sowohl Thoreau als auch Hawthorne Einzelg\u00e4nger. Ersterer \u00fcberwarf sich immer wieder mit Emerson und <strong>startete sein eigenes Naturexperiment<\/strong> (\u201e<em>Walden. Leben in den W\u00e4ldern\u201c<\/em>), Letzterer hielt es in Brook Farm nur ein halbes Jahr aus und zog sich mit seiner Sophia dann in ein altes Pfarrhaus in Concord, einem kleinen St\u00e4dtchen im Nordwesten von Boston, zur\u00fcck.<br \/>\nDas Pfarrhaus hatte einst Emersons Gro\u00dfvater als Ortsgeistlicher erbaut und in einer \u201eallerreizendsten kleinen Studierstubenecke\u201c hatte Emerson seinen ber\u00fchmten Essay \u201eNatur\u201c geschrieben. Nun hatte sich Hawthorne hier eingemietet und verbrachte, frisch verheiratet, drei gl\u00fcckliche Jahre. Die Hawthornes liebten dieses Haus, den Blick aus dem Fenster auf den wild wuchernden Garten, die Obstb\u00e4ume und die vertr\u00e4umte Flusslandschaft mit jener Br\u00fccke, die das erste Gefecht des Unabh\u00e4ngigkeitskrieges erlebt hatte.<br \/>\nIm Sommer 1842, wenige Wochen nach der Hochzeit und dem Einzug ins ehemalige Pfarrhaus, begannen Hawthorne und Sophia \u2013 1809 als Sophia Peabody in Salem geboren und gestorben 1871 in London \u2013, ein gemeinsames Tagebuch zu schreiben. F\u00fcr wen und warum, bleibt ihr Geheimnis. Wollten sie damit das Gl\u00fcck, einander gefunden zu haben, festhalten? <strong>Oder ihr kleines Paradies mittels Sprache \u00fcberhaupt erst schaffen?<\/strong> Die ersten Monate und Jahre waren f\u00fcr das Paar nicht leicht: Geldsorgen, eine Fehlgeburt, die Einsamkeit des Landlebens. Hinweise darauf finden sich jedoch nur sporadisch, vielleicht deshalb, weil Sophia Teile des Tagebuchs nach Nathaniels Tod vernichtet hat.<br \/>\nW\u00e4hrend Nathaniel die Ereignisse, den Lauf der Jahreszeiten, den Garten, die Freunde und ihr gemeinsames Gl\u00fcck fast schon romanreif erz\u00e4hlt, schreibt Sophia emotionaler, mit Liebe und Begeisterung \u00fcber ihr neues Leben und ihr Gl\u00fcck. In seinen sch\u00f6nsten Momenten zeigt das gemeinsame Tagebuch, das voller Leichtigkeit, Heiterkeit und Gelassenheit ist,<strong> wo das Paradies verborgen sein k\u00f6nnte: in den kleinen Dingen des Alltags.<\/strong><\/p>\n<p><em><strong>Sophia &amp; Nathaniel Hawthorne, Das Paradies der kleinen Dinge. Ein gemeinsames Tagebuch.<\/strong> Aus dem amerikanischen Englisch \u00fcbersetzt und herausgegeben von Alexander Pechmann. Mit einem Vorwort von Peter Handke. Verlag Jung und Jung, Salzburg und Wien 2014, 200 Seiten, 19,90 \u20ac, Infos und Bestellung: www.jungundjung.at<\/em><\/p>\n<p><!-- ###################################################################### --><\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Buchtipp von den Autoren des Bandes \u201eUSA\u2013Ostk\u00fcste\u201c sowie Mitautoren des Bandes \u201eUSA-Nordosten&#8221; Margit Brinke und Peter Kr\u00e4nzle, Mai 2014 Nathaniel Hawthorne, geboren 1804 in Salem\/Massachusetts, gestorben 1864 in Plymouth\/New Hampshire \u2013 gilt als einer der bedeutendsten amerikanischen Schriftsteller, ber\u00fchmt geworden durch seine beiden Hauptwerke \u201eDer&hellip; <a class=\"read-more\" href=\"https:\/\/www.iwanowski.de\/blog\/lesetipp-das-paradies-der-kleinen-dinge-ein-gemeinsames-tagebuch-von-sophia-nathaniel-hawthorne\/\" data-wpel-link=\"internal\">Weiterlesen<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":301,"featured_media":16147,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"ngg_post_thumbnail":0,"footnotes":""},"categories":[4,7133,60,71],"tags":[],"class_list":["post-16146","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-amerika-nord","category-kunst-kultur","category-usa_nordosten","category-usa_ostkueste"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.iwanowski.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/16146","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.iwanowski.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.iwanowski.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.iwanowski.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/301"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.iwanowski.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=16146"}],"version-history":[{"count":5,"href":"https:\/\/www.iwanowski.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/16146\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":27232,"href":"https:\/\/www.iwanowski.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/16146\/revisions\/27232"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.iwanowski.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media\/16147"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.iwanowski.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=16146"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.iwanowski.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=16146"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.iwanowski.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=16146"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}