{"id":14479,"date":"2013-11-05T16:18:23","date_gmt":"2013-11-05T14:18:23","guid":{"rendered":"http:\/\/www.iwanowski.de\/blog\/?p=14479"},"modified":"2013-11-05T16:18:23","modified_gmt":"2013-11-05T14:18:23","slug":"usa-texasmittlerer-westen-und-nordwesten-der-jahrhundert-blizzard-vom-oktober-2013","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.iwanowski.de\/blog\/usa-texasmittlerer-westen-und-nordwesten-der-jahrhundert-blizzard-vom-oktober-2013\/","title":{"rendered":"USA-Texas\/Mittlerer Westen und Nordwesten: Der Jahrhundert-Blizzard vom Oktober 2013"},"content":{"rendered":"<p><em>News aus den Dakotas zusammengestellt von den Autoren des Bandes \u201eUSA-Texas &amp; Mittlerer Westen\u201c und \u201eUSA\u2013Nordwesten\u201c , M. Brinke \u2013 P. Kr\u00e4nzle, Okt. 2013<\/em><\/p>\n<p>Schneest\u00fcrme im September oder Oktober sind in den Great Plains nichts Ungew\u00f6hnliches. <strong>An die extremen Wetterbedingungen sind die Menschen und Tiere in der Weite der nordamerikanischen Pr\u00e4rie seit Generationen gew\u00f6hnt<\/strong>. Allerdings hatte man einen Blizzard, wie er am 4. Oktober \u00fcber Regionen im Westen der beiden Dakotas \u2013 den US-Bundesstaaten South und North Dakota \u2013 hinwegfegte, vorher noch nicht erlebt. <strong>Zwischen den Black Hills im Westen von South Dakota und Bismarck, der Hauptstadt von North Dakota, fiel innerhalb von 24 Stunden stellenweise bis zu 1,50 m Neuschnee.<\/strong> Autobahnen mussten gesperrt werden und St\u00e4dte wie Rapid City oder Deadwood versanken unter einer fast ein Meter starken, schweren Neuschneedecke.<\/p>\n<p>Als Jahrhundert-Blizzard wird der Sturm nicht nur wegen der Schneemengen in die Geschichtsb\u00fccher eingehen, sondern vor allem wegen der gro\u00dfen Sch\u00e4den. Abgesehen von zerst\u00f6rten B\u00e4umen und D\u00e4chern waren vor allem die Folgen f\u00fcr die lokale Viehzucht verheerend. Fast <strong>kein Baum \u00fcberstand den Sturm unbeschadet und \u00fcber 30.000 Rinder sollen dem Sturm zum Opfer gefallen sein<\/strong> \u2013 f\u00fcr die Rancher eine Katastrophe! Stellten schon der extrem trockene Sommer 2012 und die deshalb hohen Futterpreise f\u00fcr viele Rancher eine enorme Belastung dar, versetzte der Blizzard 2013 Vielen den K.O.-Schlag.<\/p>\n<h2>30.000 Rinder sind dem Sturm zum Opfer gefallen<\/h2>\n<p><strong>D<a href=\"http:\/\/www.iwanowski.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/ND13-Cattle-ND.jpg\" data-wpel-link=\"internal\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-medium wp-image-14481\" style=\"width: 363px; height: 278px;\" alt=\"ND13-Cattle ND\" src=\"http:\/\/www.iwanowski.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/ND13-Cattle-ND-300x225.jpg\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"https:\/\/www.iwanowski.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/ND13-Cattle-ND-300x225.jpg 300w, https:\/\/www.iwanowski.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/ND13-Cattle-ND-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/www.iwanowski.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/ND13-Cattle-ND.jpg 1600w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a>abei hatte zun\u00e4chst alles nach Entspannung der Situation ausgesehen:<\/strong> Viele Rancher hatten gerade begonnen, die K\u00e4lber von den Muttertieren zu trennen, um sie zum Verkauf anzubieten. Zudem waren die Preise gestiegen und lagen zwischen $ 900 und $ 1.100 pro Kalb. Das Ende der Krise schien absehbar \u2013 doch dann schlug der Blizzard zu. \u201eUns geht es wie einem Kaninchen, dem man eine Karotte vor die Nase gehalten hat, nur um es dann doch wieder wegzunehmen,\u201c meinte der Viehh\u00e4ndler Scott Vance. <strong>Eigentlich sind die hier gehaltenen Rinderrassen, v.a. Angus und Black Baldy (eine Kreuzung mit Hereford-Rindern) sturm- und frosterprobt.<\/strong> Sie r\u00fccken bei schlechtem Wetter eng zusammen und strecken das Hinterteil in den Wind. Drei Faktoren machten diesen Blizzard jedoch zum t\u00f6dlichen Sturm: Regen, Schnee und Wind zugleich, und das reichlich. \u201eEinen oder zwei dieser Faktoren k\u00f6nnen die Tiere m\u00fchelos aushalten, aber alle drei gleichzeitig war zuviel,\u201c f\u00fcgte Vance hinzu. <strong>Viele der Tiere wurden schneeblind,<\/strong> erstickten im Schnee, wurden bewegungsunf\u00e4hig, starben an Ersch\u00f6pfung oder st\u00fcrzten in Panik.<\/p>\n<h2>Viehzucht als Hauptwirtschaftszweig<\/h2>\n<p><strong>Viehzucht ist sowohl im S\u00fcdwesten von North Dakota als auch im Westen von South Dakota der Hauptwirtschaftszweig.<\/strong> Viele Rancher stehen nach den beiden verheerenden Jahren mit dem R\u00fccken zur Wand, zumal es keine Versicherung f\u00fcr derartige Verluste gibt. Dabei erwiesen sich die Politiker erneut als nicht sonderlich hilfreich: Im Streit um den Haushalt ging eine Gesetzesvorlage unter, die Ranchern bei unvorhergesehenen Verlusten mit einer Entsch\u00e4digungszahlung unter die Arme greifen sollte. Nun gilt es diese m\u00f6glichst schnell umzusetzen, damit wenigstens die schlimmsten Verluste aufgefangen werden k\u00f6nnen. Die Obergrenze der Entsch\u00e4digung soll bei $ 100.000 pro Ranch liegen. Vielen kleineren Z\u00fcchtern wird dies das \u00dcberleben erm\u00f6glichen, doch munkeln Fachleute, dass so manche Ranch wesentlich h\u00f6here Verluste zu verzeichnen hatte.<\/p>\n<p>Die hartgesottenen Cowboys in den Dakotas haben zweifellos schon Einiges mitgemacht, doch angesichts Tausender toter Tiere <strong>trieb es selbst den h\u00e4rtesten Cowboys die Tr\u00e4nen in die Augen.<\/strong> Immerhin konnte der Jahrhundert-Blizzard eines nicht zerst\u00f6ren: den unbeugsamen Optimismus der hier lebenden Menschen: <strong>Es gibt immer ein neues Jahr und einen neuen Anfang.<\/strong><\/p>\n<p>\u00a9 Text &amp; Fotos: Margit Brinke und Peter Kr\u00e4nzle, Autoren des Bandes \u201eUSA-Texas &amp; Mittlerer Westen\u201c und \u201eUSA-Nordwesten\u201c.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.iwanowski.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/USA_Texas_2011.jpg\" data-wpel-link=\"internal\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft\" alt=\"USATexas2013\" src=\"http:\/\/www.iwanowski.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/USA_Texas_2011-209x300.jpg\" width=\"134\" height=\"192\" \/><\/a><a title=\"USA___Nordwesten_4cfcf15e5f169.jpg\" href=\"http:\/\/www.iwanowski.de\/images\/stories\/virtuemart\/product\/USA___Nordwesten_4cfcf15e5f169.jpg\" target=\"_blank\" rel=\"vm-additional-images nofollow noopener noreferrer\" data-wpel-link=\"external\" class=\"ext-link\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft\" alt=\"USA___Nordwesten_4cfcf15e5f169.jpg\" src=\"\/images\/stories\/virtuemart\/product\/USA___Nordwesten_4cfcf15e5f169.jpg\" width=\"131\" height=\"192\" \/><\/a>Ausf\u00fchrliche Infos zu den\u00a0Bundesstaaten <strong>Texas, Oklahoma, Kansas, Minnesota, Nebraska, Missouri, Illinois, South und North Dakota sowie Teile von Iowa und Wisconsin<\/strong> finden Individual-Reisende in dem Reisef\u00fchrer <a title=\"Individual-Reisef\u00fchrer\" href=\"http:\/\/www.iwanowski.de\/amerika\/261-usa-texas-mittlerer-westen-reisefuhrer-von-iwanowski.html\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener noreferrer\" data-wpel-link=\"external\" class=\"ext-link\">Iwanowski\u00b4s USA \u2013 Texas &amp; Mittlerer Westen<\/a>. bzw. zu\u00a0den Staaten <strong>Washington, Oregon, Kalifornien, Idaho, Nevada, Montana, Wyoming, Utah, Colorado, North Dakota und South Dakota<\/strong> in <a title=\"Individual-Reisef\u00fchrer\" href=\"http:\/\/www.iwanowski.de\/shop\/amerika\/usa-nordwesten-reisefuehrer-von-iwanowski.html\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener noreferrer\" data-wpel-link=\"external\" class=\"ext-link\">Iwanowski\u00b4s USA \u2013 Nordwesten<\/a>.<\/p>\n<p>Der Versand der B\u00fccher innerhalb Deutschlands ist kostenlos.<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>News aus den Dakotas zusammengestellt von den Autoren des Bandes \u201eUSA-Texas &amp; Mittlerer Westen\u201c und \u201eUSA\u2013Nordwesten\u201c , M. 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