{"id":14041,"date":"2013-10-01T11:49:42","date_gmt":"2013-10-01T09:49:42","guid":{"rendered":"http:\/\/www.iwanowski.de\/blog\/?p=14041"},"modified":"2018-07-06T17:04:38","modified_gmt":"2018-07-06T15:04:38","slug":"berlin-und-seine-biere-im-mikrokosmos-der-kleinen-privatbrauereien-ohne-zusatzstoffe-und-nach-deutschem-reinheitsgebot","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.iwanowski.de\/blog\/berlin-und-seine-biere-im-mikrokosmos-der-kleinen-privatbrauereien-ohne-zusatzstoffe-und-nach-deutschem-reinheitsgebot\/","title":{"rendered":"Berlin und seine Biere: Im Mikrokosmos der kleinen Privatbrauereien &#8211; ohne Zusatzstoffe und nach Deutschem Reinheitsgebot"},"content":{"rendered":"<p>Vor mehr als 150 Jahren gab es noch rund 200 Brauereien in Berlin. Der Bierkonsum boomte, da viele Menschen nach Berlin zogen, um Arbeit in den Fabriken von Siemens, Borsig oder AEG zu finden. Es herrschten sehr beengte Wohnverh\u00e4ltnisse, die Familien lebten zusammengedr\u00e4ngt. Wenn die Arbeit nach 12 oder 14 Stunden zu Ende war, zog es die M\u00e4nner nach Feierabend <strong>zur \u201eErholung\u201c zun\u00e4chst eher in die Kneipe auf eine \u201eMolle\u201c statt ins bedr\u00e4ngte Heim.<\/strong> Auf den H\u00f6hen des Barnim im Norden (wozu der Prenzlauer Berg geh\u00f6rt) oder der Teltower H\u00fcgelz\u00fcge im S\u00fcden entstanden die Brauereien. Hier konnte man in die eiszeitlichen D\u00fcnenz\u00fcge K\u00fchlkeller treiben, wichtig f\u00fcr die gute Lagerung. <strong>Das Eis f\u00fcr die K\u00fchlung kam im Winter von Spree und Havel<\/strong>, schmolz dann bis zum Sommer langsam dahin und sorgte f\u00fcr Temperaturen um Null Grad Celsius.<\/p>\n<h3>Berliner Biere aus Privatbrauereien nach dem Deutschen Reinheitsgebot<\/h3>\n<p><a href=\"http:\/\/www.iwanowski.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/09\/P1100617.jpg\" data-wpel-link=\"internal\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright wp-image-14043\" style=\"width: 167px; height: 254px;\" src=\"http:\/\/www.iwanowski.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/09\/P1100617-193x300.jpg\" alt=\"Iwanowski_Berliner_Biere2\" width=\"154\" height=\"240\" srcset=\"https:\/\/www.iwanowski.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/09\/P1100617-193x300.jpg 193w, https:\/\/www.iwanowski.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/09\/P1100617-660x1024.jpg 660w, https:\/\/www.iwanowski.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/09\/P1100617.jpg 1650w\" sizes=\"auto, (max-width: 154px) 100vw, 154px\" \/><\/a>Heute dominiert in Berlin die riesige Berliner Kindl-Schultheiss-Brauerei, doch als Gegenbewegung sind in der<strong> Bierszene in den Stadtteilen Kreuzberg, Wedding oder Moabit<\/strong> Mikrobrauereien entstanden, z.T. direkt in der Gastst\u00e4tte.<\/p>\n<p><span style=\"color: #003366;\"><em><span style=\"text-decoration: underline;\"><strong>Info:<\/strong><\/span> Das Reinheitsgebot wurde 1516 erlassen. Es schreibt vor, dass nur Malz, Hopfen, Hefe und Wasser im deutschen Bier enthalten sein d\u00fcrfen \u2013 ein Jahrhunderte altes Gebot sorgt damit noch heute f\u00fcr h\u00f6chsten Verbraucherschutz, und das im Umfeld vieler Lebensmittel-Skandale. Bier aus Deutschland hat keine Zusatzstoffe, keine<\/em> Fremdaromen, sondern nur Malz, Hopfen, Hefe und Wasser. <\/span><\/p>\n<p>Eine wirklich kleine Brauerei ist u.a. <em><strong>am Rollberg in Neuk\u00f6lln<\/strong> <\/em>entstanden, auf dem ehemaligen Gel\u00e4nde der Kindl-Brauerei. Klein, aber fein lautet die Devise. Hier brauen Wilko Bereit und Nils Heins seit 2009 <strong>ihr eigenes Br\u00e4u nach alter handwerklicher Art<\/strong>, das Bier wird ausschlie\u00dflich an die Gastronomie verkauft. Wie das Bier vieler kleiner Brauereien ist es etwas naturtr\u00fcb und beinhaltet deshalb wirklich gute <strong>aromatische Inhaltsstoffe und Vitamine<\/strong>, die nicht weggefiltert wurden. Das Reinheitsgebot wird so perfekt umgesetzt.<\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\"><em><span style=\"text-decoration: underline;\"><span style=\"color: #003366;\"><em><span style=\"color: #003366;\"><em><strong><a href=\"http:\/\/www.iwanowski.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/09\/P1100636.jpg\" data-wpel-link=\"internal\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" wp-image-14044 alignleft\" style=\"width: 242px; height: 177px;\" src=\"http:\/\/www.iwanowski.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/09\/P1100636-300x225.jpg\" alt=\"Iwanowski_Berliner-Biere3\" width=\"255\" height=\"189\"\/><\/a><\/strong><\/em><\/span><\/em><\/span>Adresse:<\/span> <strong>Privatbrauerei am Rollberg, <\/strong>Am Sudhaus 3 (ehemals Werbellinstra\u00dfe 50), <a href=\"http:\/\/www.rollberger.de\" data-wpel-link=\"external\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener noreferrer\" class=\"ext-link\"><span style=\"color: #000000;\">www.rollberger.de<\/span><\/a>, 12053 Berlin, ge\u00f6ffnet Do 17-23 Uhr, Fr und Sa 17-24 Uhr, nur Bier, kein Essen. Tipp: Samstags um 17 Uhr kann man mit den <strong>Berliner Unterwelten e.V.<\/strong> das Sudhaus und die unterirdischen \u201eBierkatakomben\u201c der ehemaligen Kindl-Brauerei besichtigen. <span style=\"text-decoration: underline;\">Hinweis<\/span>: Man sollte ab 16.15 Uhr da sein, da der Andrang manchmal sehr gro\u00df sein kann, und die Gruppen klein gehalten werden. Ein Vorverkauf findet nicht statt. Infos: <a href=\"http:\/\/www.berliner-unterwelten.de\" data-wpel-link=\"external\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener noreferrer\" class=\"ext-link\"><span style=\"color: #000000;\">www.berliner-unterwelten.de<\/span><\/a>, U-Bahn Boddinstra\u00dfe (U8) oder Rathaus Neuk\u00f6lln (U7).<\/em><\/span><\/p>\n<p><span style=\"text-decoration: underline;\">Restaurant-Empfehlung in der N\u00e4he:<\/span><br \/>\nNach einem Besuch der Brauerei eignet sich f\u00fcr einen leckeren Imbiss das <strong>Sala Da Magiare.<\/strong> Mainzer Stra\u00dfe 23, 12053 Berlin, Tel. 0157\/75729170, <a href=\"http:\/\/www.saladamangiare.de\" data-wpel-link=\"external\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener noreferrer\" class=\"ext-link\">www.saladamangiare.de<\/a>,&nbsp;&nbsp; ge\u00f6ffnet Di\u2013Sa 19.30 \u201322.30 Uhr, sehr nettes italienisches Restaurant, preiswert, ehrliche K\u00fcche, sehr gute Bruschetta, wechselnde Karte. Reservierung empfohlen, da nur wenige Tische.<\/p>\n<p><span style=\"text-decoration: underline;\">Weitere Klein-Brauereien im Stadtgebiet:<br \/>\n<\/span><strong>Brauhaus S\u00fcdstern,<\/strong> Berlin-Kreuzberg, Hasenheide 69, 10967 Berlin, Tel. 030\/9001624, <a href=\"http:\/\/www.brauhaus-suedstern.de\/\" data-wpel-link=\"external\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener noreferrer\" class=\"ext-link\">http:\/\/www.brauhaus-suedstern.de\/<\/a>, U-Bahnhof S\u00fcdstern, ge\u00f6ffnet im Sommer Mo\u2013Sa ab 14 Uhr. Sonn- und feiertags ab 10 Uhr: Brunch vom Buffet, warme K\u00fcche t\u00e4glich bis 23Uhr. Au\u00dferdem werden Brau-Kurse angeboten!<\/p>\n<p><strong><a href=\"http:\/\/www.iwanowski.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/09\/P1100680.jpg\" data-wpel-link=\"internal\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-medium wp-image-14045\" src=\"http:\/\/www.iwanowski.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/09\/P1100680-300x199.jpg\" alt=\"Iwanowski_Eschenbraeu_Berlin\" width=\"300\" height=\"199\" srcset=\"https:\/\/www.iwanowski.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/09\/P1100680-300x199.jpg 300w, https:\/\/www.iwanowski.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/09\/P1100680-1024x681.jpg 1024w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a>Eschenbr\u00e4u in Wedding<\/strong>, Triftstr.67, 13353 Berlin, Tel. 030\/4626837, 0162\/4931915, <a href=\"http:\/\/eschenbraeu.de\/\" data-wpel-link=\"external\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener noreferrer\" class=\"ext-link\">http:\/\/eschenbraeu.de\/<\/a>. Kleine Brauerei von Martin Eschenbrenner (Braumeister) mit wunderbar ehrlichen, w\u00fcrzigen Bieren. Sie nennt sich \u201eKreativ Brauerei\u201c und betont damit den Anspruch auf besondere Biere (es gibt Saison-Biere, fast jeden Monat ein anderes). In einem Keller mitten im Wohngebiet gelegen kann man wunderbare Biersorten genie\u00dfen und sogar eigenes Essen mitbringen (Teller und Besteck gibt es kostenlos!). Aber es gibt auch Flammkuchen und frische Brezeln! Bierflaschen von 1\u20133 l zum Mitnehmen.<\/p>\n<p><strong>Hausbrauerei Hops &amp; Barley,<\/strong> Berlin-Friedrichshain, W\u00fchlischstr 22\/23, 10245 Berlin, Tel. 030\/29367534, <a href=\"http:\/\/www.hopsandbarley-berlin.de\/\" data-wpel-link=\"external\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener noreferrer\" class=\"ext-link\">http:\/\/www.hopsandbarley-berlin.de\/<\/a>, ge\u00f6ffnet t\u00e4glich 17\u20133 Uhr, Kleinigkeiten wie Bockwurst und belegte Stullen und nat\u00fcrlich wunderbare Friedrichshainer Biere!<\/p>\n<p>\u00a9 Fotos und Text: Michael Iwanowski, Verleger und Autor im <a href=\"http:\/\/www.iwanowski.de\/index.php\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow noreferrer\" data-wpel-link=\"external\" class=\"ext-link\">Iwanowski\u2019s Reisebuchverlag<\/a><\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Vor mehr als 150 Jahren gab es noch rund 200 Brauereien in Berlin. 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