{"id":10024,"date":"2013-02-28T10:55:01","date_gmt":"2013-02-28T08:55:01","guid":{"rendered":"http:\/\/www.iwanowski.de\/blog\/?p=10024"},"modified":"2018-07-06T17:08:23","modified_gmt":"2018-07-06T15:08:23","slug":"berlin-theater-im-kiez-das-prime-time-theater-im-wedding-mit-der-sitcom-%e2%80%9egutes-wedding-schlechtes-wedding","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.iwanowski.de\/blog\/berlin-theater-im-kiez-das-prime-time-theater-im-wedding-mit-der-sitcom-%e2%80%9egutes-wedding-schlechtes-wedding\/","title":{"rendered":"Berlin: Theater im Kiez &#8211; Das Prime Time Theater im Wedding mit der sitcom \u201eGutes Wedding, Schlechtes Wedding&#8221;"},"content":{"rendered":"<p>Wir sind hier mitten im Kiez, mitten im lebendigen Stadtteil Wedding, dem ehemaligen Arbeiterviertel in Berlin. Neben Kreuzberg gibt es hier einen besonders hohen Migrantenanteil, vor allem aus der T\u00fcrkei, aber auch aus vielen afrikanischen L\u00e4ndern. Das <strong>Prime Time&nbsp;Theater<\/strong> \u00f6ffnet die B\u00fchne exakt zur TV-Prime-Time, eben um 20:15 Uhr.<\/p>\n<p>Zuvor gilt es Karten zu ergattern. Das kann man an der Abendkasse erledigen, aber besser ist es, sie vorher an der Verkaufsstelle an der M\u00fcllerstra\u00dfe zu kaufen. Da es keine Sitzplatzreservierung gibt, haben Kartenbesitzer direkt bei \u00d6ffnung der Pforten des Saals das Privileg, diesen zu \u201eerst\u00fcrmen\u201c, und zwecks Reservierung, eine Jacke oder sonst ein Kleidungst\u00fcck (es darf auch eine Decke \u00fcber mehrere Sitze sein!) dort abzulegen. Dann kann man beruhigt in der Kantine vor der Vorf\u00fchrung essen.<\/p>\n<p>Wedding ist ein St\u00fcck anderes Berlin, sicher nicht gl\u00e4nzend und&nbsp;fein, daf\u00fcr aber urspr\u00fcnglich, lebendig und&nbsp;ehrlich \u2013 hier sollte man hin, wenn man einen \u201eInside-Blick\u201c riskieren m\u00f6chte.<\/p>\n<h3>Mit viel Ironie und intelligentem Witz<\/h3>\n<p>Das Theater selbst beschreibt sich auf seiner website wie folgt; \u201eIndem wir g\u00e4ngige Film- und TV-Formate, wie Sitcoms, Krimis oder Western, mit viel Ironie und intelligentem Witz auf die B\u00fchne bringen, setzen wir seit Anbeginn auf innovative Formate.\u201c&nbsp; <strong>Die Inhalte sind immer lokal, berlinerisch<\/strong>, meist auf Wedding konzentriert. \u201eGutes Wedding \u2013 Schlechtes Wedding\u201c sagt schon alles, es ist ein Dauer-Hit im Theater. Damit das ist Prime Time&nbsp;Theater bundesweit ziemlich einmalig. Die eigene Devise ist <strong>\u201eNah sehen statt Fernsehen!\u201c<\/strong> wird medial perfekt aus einer Mischung von Improvisationen, Live-Theater und eingespielten Themenkontexten umgesetzt. Die Figuren sind zum gr\u00f6\u00dften Teil konstant, wie es sich f\u00fcr eine Fortsetzungsserie geh\u00f6rt.<strong> \u201eZeitgem\u00e4\u00dfes Volkstheater in Form einer Soap\u201c<\/strong> so eine Zuschauerreaktion.<\/p>\n<p><span style=\"color: #003300;\"><strong>Info:<\/strong><em> Der Wedding ist traditionell ein Arbeiterstadtteil, in den in den letzten Jahrzehnten viele Migranten, vor allem t\u00fcrkischer Abstammung (18 % der Bev\u00f6lkerung) gezogen sind. Ganz ohne Zweifel ist Wedding ein Problem-Stadtteil, in dem die Arbeitslosigkeit und Jugendkriminalit\u00e4t besonders hoch sind. Doch in den vergangenen Jahren ziehen hier Kreative hin, K\u00fcnstler und Kulturschaffende \u2013 das tr\u00e4gt zum positiveren Image bei, wenn auch dieser Prozess langsam von statten geht.<\/em><\/span><\/p>\n<p>Trotz des innovativen Ansatzes, <strong>ein modernes, publikumsnahes Format aus Film und Fernsehen auf der B\u00fchne<\/strong> zu realisieren, erh\u00e4lt das Theater keine \u00f6ffentliche F\u00f6rderung, da Boulevard-Theater als nicht f\u00f6rderungsw\u00fcrdig betrachtet wird. Sehr schade, denn j\u00e4hrlich kommen immerhin 50.000 G\u00e4ste!<\/p>\n<h3>Kieztypische Gerichte in der Theaterkantine<\/h3>\n<p>Es geht im Theater sehr pers\u00f6nlich zu. Regisseur und Schauspieler begr\u00fc\u00dfen jeden Gast. 250 Personen finden Platz Es gibt tolle bequeme Sitze und die B\u00fchnensicht ist gut. Eine eigene \u201eKantine\u201c bietet kieztypische Gerichte (\u201eDeutsch-Mediterrane K\u00fcche f\u00fcr alle\u201c) f\u00fcr kleines Geld vor und nach den Veranstaltungen an (17.00\u20131.00 Uhr). <strong>T\u00fcrkische rote Linsensuppe<\/strong> (1.90 Euro), Griechischer Bauernsalat mit Feta (7.90 Euro), Spinatlasagne (8.80 Euro), Wedding-Burger mit Pommes (7.80 Euro), Wildlachs mit Wildkornreis (9.50 Euro). Als Getr\u00e4nk kann man u.a. das Weddinger Eschenbr\u00e4u vom Fass probieren. Reservierung m\u00f6glich!<\/p>\n<h3><em>Lili Marleen: Sie stand dort, wo heute das Prime Theaters in Wedding begeistert<\/em><\/h3>\n<p><em>Anfang des 19. Jahrhunderts befand sich hier ein Freudenhaus. Und Lili Marleen wartete auf ihre Freier an der Laterne \u2013 in der N\u00e4he war eine Kaserne an der Chausseestra\u00dfe, so dass es gen\u00fcgend Kundschaft gab. 1815 verfasste der Wachsoldat Hans Leip zu Ehren von Lili die ersten 4 Strophen des sentimentalen Liebessongs. Lale Anderson verhalf ab 1939 diesem&nbsp;Lied zu Weltruhm. Dass es bei Soldaten an der Front sehr beliebt war, spiegelt die Sehnsucht nach Heimat und W\u00e4rme wieder. Allerdings hatte Lala Anderson Kontakte zu Schweizer Juden, und das missfiel Goebbels so sehr, dass er den Titel 1942 verbieten lie\u00df. Der Wehrmachtssender Belgrad hatte damals eine ungeheure Verbreitung. Allabendlich spielte er das Lied vor den Abendnachrichten um 22 Uhr und noch einmal um Mitternacht. Die Alliierten liebten die englische Fassung, in Amerika kletterte der Song ganz nach oben in die Charts.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Adresse\/Programm: Prime Time Theater, M\u00fcllerstra\u00dfe 163B, 13353 Berlin, Tel. 030\/49907958, Eingang Burgsdorfstra\u00dfe, <a href=\"http:\/\/www.primetimetheater.de\/\" data-wpel-link=\"external\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener noreferrer\" class=\"ext-link\">www.primetimetheater.de<\/a>. U-Bahn U 6, Haltestellen: Wedding oder Leopoldplatz. Wichtig: Vorreservieren, da das Prime Time Theater meist bestens besucht ist.<\/strong><\/em><\/p>\n<p>\u00a9 Michael Iwanowski, Verleger und Autor im <a href=\"http:\/\/www.iwanowski.de\/index.php\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow noreferrer\" data-wpel-link=\"external\" class=\"ext-link\">Iwanowski\u2019s Reisebuchverlag<\/a><\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wir sind hier mitten im Kiez, mitten im lebendigen Stadtteil Wedding, dem ehemaligen Arbeiterviertel in Berlin. Neben Kreuzberg gibt es hier einen besonders hohen Migrantenanteil, vor allem aus der T\u00fcrkei, aber auch aus vielen afrikanischen L\u00e4ndern. Das Prime Time&nbsp;Theater \u00f6ffnet die B\u00fchne exakt zur TV-Prime-Time,&hellip; <a class=\"read-more\" href=\"https:\/\/www.iwanowski.de\/blog\/berlin-theater-im-kiez-das-prime-time-theater-im-wedding-mit-der-sitcom-%e2%80%9egutes-wedding-schlechtes-wedding\/\" data-wpel-link=\"internal\">Weiterlesen<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":301,"featured_media":10029,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"ngg_post_thumbnail":0,"footnotes":""},"categories":[5057,7047,6,7128,7133],"tags":[],"class_list":["post-10024","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-berlin-europa","category-deutschland-europa","category-europa","category-kulinarisch","category-kunst-kultur"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.iwanowski.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/10024","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.iwanowski.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.iwanowski.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.iwanowski.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/301"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.iwanowski.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=10024"}],"version-history":[{"count":17,"href":"https:\/\/www.iwanowski.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/10024\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":27498,"href":"https:\/\/www.iwanowski.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/10024\/revisions\/27498"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.iwanowski.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media\/10029"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.iwanowski.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=10024"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.iwanowski.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=10024"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.iwanowski.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=10024"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}