USA-Westen: „Oans, zwoa, g’suffa!“ – Oktoberfest im Hofbräuhaus Las Vegas

Mai 22, 2017 0 Kommentare von

Ein Restauranttipp von den Autoren des Bandes „USA –Westen“ und mehrerer anderer USA-Bände, Margit Brinke – Peter Kränzle, Mai 2017

„Oans, zwoa, g’suffa!“ – nicht nur in München heißt so die Parole, auch im Hofbräuhaus Las Vegas fordert die Band in regelmäßigen Abständen die Gäste auf, den Bierkrug („Stein“) mit original Hofbräuhaus-Bier zu erheben und zu trinken. Dazwischen gibt es ein paar „Zicke zacke zicke zacke hoi hoi hoi“ – was nicht unbedingt bayerisch ist …
Zugegeben, mit Authentizität im Detail nimmt man es hier in Las Vegas nicht so furchtbar ernst. Hauptsache, die Atmosphäre stimmt und das überwiegend amerikanische Publikum genießt das Gesamterlebnis. Die Livebands auf der Bühne stammen ebenfalls nicht zwangsläufig aus Bayern – viele sind aus Österreich – und sie spielen mehr als nur traditionelle oder moderne „Oompah Music“ (Blasmusik). Doch die Stimmung ist grandios, das Essen deftig und schmackhaft und an den langen Tischen findet man schnell neue Freunde. Es wird geschunkelt, auf den Bierbänken getanzt, gesungen, gegessen und getrunken – der Lärmpegel ist entsprechend hoch, wie in einem Bierzelt auf dem Münchner Oktoberfest.

Oktoberfest in der Wüste

Das Hofbrauhaus in Las Vegas – eine von mehreren Filialen der legendären Münchner Einrichtung in den USA – ist seit seiner Eröffnung 2004 mit Siegfried und Roy eine Erfolgsstory. Obwohl etwas abseits vom Strip gelegen und damit mit längerem Fußmarsch oder Taxifahrt verbunden, ist es überaus beliebt. Untergebracht in einem authentischen Nachbau des Münchner Hofbräuhauses fasst es auf einer Gesamtfläche von 22.000 m² rund 380 Gäste im Innenbereich und 480 im zugehörigen Biergarten.

„Pretzels“, Bier und Leberkäse

Hauptgrund für den Besuch ist natürlich das Bier, das aus München importiert wird. Vor allem beliebt sind die drei Sorten vom Fass: das Original, das Hefeweizen und das Dunkel. Dazu kommen saisonale Biere wie das Oktoberfest-Bier oder der Maibock. Die Speisen sind (mehr oder weniger) bayerisch, wobei der Import der Weißwurst verboten ist; sie wird vor Ort produziert. Die Speisekarte – mit deutscher Übersetzung – liest sich gut und die Gerichte, die von Bedienungen in Dirndln und Lederhosen gebracht werden sind es auch: Verschieden große „Pretzels“ (korrekt wäre „Brez(e)n“), Kartoffelsuppe, Schweinshaxe (Pork Shank), Leberwurst, Brotzeitteller, Wurstsalat und Obatzda, Bratwurst und Fleischpflanzerl, Käsespätzle und verschiedene Schnitzel, Weißwurst und Leberkäse – aber auch, unbayrisch, Currywurst oder Sauerbraten – stehen zur Auswahl.

Von Kuckucksuhren bis zu Karohemden

Im zugehörigen Souvenirladen kann man deutsche Andenken von Kuckucksuhren bis zu Karohemden kaufen und natürlich die beliebten HB Glass Steins. Abgesehen von den jeden Abend spielenden Livebands wird die Stimmung mit Spielchen wie Beer Pong (das Werfen von Bällen in Bierkrüge), Musical Chairs („Reise nach Jerusalem“), Get Spanked (den Hintern versohlt gekommen) oder Shot Skis (Schnapsgläser auf einem Ski aufgereiht und ohne Gebrauch der Hände getrunken). Bundesliga-Fußball-Übertragungen auf großen TV-Bildschirmen oder Faßanstich und Oktoberfest – hier ist immer etwas los.

• INFO: Hofbrauhaus Las Vegas, 4510 Paradise Rd., Las Vegas/NV, www.hofbrauhauslasvegas.com, Tel. (702) 853-2337, tgl. 11-23/24 Uhr.

©  Text : M. Brinke – P. Kränzle, Fotos: M. Brinke mit Ausnahme Außenansicht Gebäude und Bierhalle mit Menschen.

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