Eine Leserin von Iwanowski's Reisehandbuch "Sri Lanka" gibt folgende Reiseempfehlung:
"Uns hat 2004 im Süden von Sri Lanka im Dorf Polhena der Tsunami ziemlich kalt erwischt. Dieses Dorf liegt unmittelbar nördlich von Matara. Wir haben es in Iwanowskis Reiseführer Sri Lanka/Malediven gefunden, der dann leider beim Tsunami weggeschwommen ist. Früher war das Riff von Polhena sehr beliebt zum Schnorcheln. Seit dem Tsunami ist es so gut wie tot und leider werden im Riff weiterhin die geschützten Fische gefangen. Das Dorf hat unter dem Tsunami sehr gelitten und die Infrastruktur ist weitgehend weggebrochen; viele Dorfbewohner sind abgewandert und es gibt noch diverse Trümmergrundstücke. Da die Ausländer wegbleiben, sind die Einheimischen "nachgezogen". Derzeit machen viele Einheimische dort Rast, die auf Pilgerfahrt nach Kataragama sind, oder am Wochenende in großen Familien aus dem Hinterland kommen und den Strand bevölkern. Entsprechend liegt Müll herum und der von den Koreanern damals rekonstruierte Strand ist ziemlich herunter gekommen. Individualtouristen kommen höchstensnoch für ein- oder zwei Tage.
Allein reisende Frauen sollten in Polhena vorsichtig sein, denn es treiben sich viele junge Männer im Dorf herum, die aufdringlich sind: Morgens fangen sie im Riff Fische und "schlagen dann den ganzen Tag tot"; es fließt viel Alkohol und seit Neuestem wird leider wohl auch mit Drogen gehandelt, wie uns unsere Freunde in Polhena erzählen. Zwei Häuser von Ausländern sind im November während unseres Aufenthaltes aufgebrochen und ausgeraubt worden. Man sucht wohl Dinge, die man schnell zu Geld machen kann.
Trotzdem: Es gibt aber immer noch das sehr empfehlenswerte Guesthouse: T.K. Green Garden.
Es liegt wie eine ruhige Insel mitten im Ort. Ihr habt es im Reiseführer damals auch empfohlen, so haben wir es gefunden.Der Besitzer heißt Tennyson Kumarawadu, ist ausgesprochen gastfreundlich, das Essen ist lecker. Im Erdgeschoss sind nach dem Tsunami völlig neue Möbel (einschl. neue Matratzen) angeschafft worden; die Betten sind also im 1. Stock schlechter! Mr. Tennyson hat den prachtvollen Garten erweitert, indem er ein benachbartes Trümmergrundstück hinzu gekauft hat. Tennyson kämpft tapfer um sein wirtschaftliches Überleben und hält sich derzeit mehr recht als schlecht mit Wedding Parties für die Einheimischen über Wasser und den vereinzelten Individualreisenden. Von Green Garden aus können Touren durchs Land bei Punchi Tours organisiert werden. Punchi holt Reisende auch von Flughafen ab. (Ein ausgesprochen höflicher und als Fahrer sehr angenehmer Mensch.) Nach dem Tsunami haben wir in Polhena diverse Hilfsprojekte betreut und u.a. auch beim Wiederaufbau von Green Garden geholfen. Wenn ihr auf der Durchreise seid, z.B. weiter nach Katagarama, oder von Ella runter an die Küste kommt, wäre es schön, wenn ihr in Green Garden rasten und so einen kleinen Beitrag zur Wiederbelebung der Wirtschaft in Polhena leisten würdet. Tennyson hat es wirklich verdient!
Der Süden ist nach dem Tsunami regelrecht "vergessen" worden und die von Einheimischen betriebenen Guesthouses im Süden kämpfen ums wirtschaftliche Überleben. So verirren sich derzeit kaum noch Touristen bis nach Matara oder weiter und das ist sehr schade. Der Bau der Autobahn Richtung Süden soll jetzt 2012 beendet sein, was die 6-stündige Fahrt von Colombo Richtung Süden erheblich vereinfachen würde. Die Einheimischen berichten uns, dass sich die Aufmerksamkeit der Regierung nach dem Sieg über die Tamil Tigers auf den Norden und den Osten zu richten scheint, und hier auf die traumhaften, menschenleeren und neu zu entdeckenden Strände und zukünftiges Hotel-Bauland. Umso mehr ein Grund, den Süden nicht zu vergessen. Wir sind seit dem Tsunami wegen unserer Hilfsprojekte regelmäßig mindestens 2-mal pro Jahr im Süden gewesen und haben immer Infos aus erster Hand. Ihr könnt gern weitere Details auch zu Punchi Tours von uns erfragen (bitte an info@iwanowski.de senden zwecks Weiterleitung durch den Verlag an die Autorin)."
Die Leserin war unterwegs mit dem Reisehandbuch Sri Lanka/Malediven aus dem Iwanowski Reisebuchverlag. Ein Versand der Bücher erfolgt in Deutschland portofrei.