Reise-Etikette: Die Sache mit dem richtigen Trinkgeld

Jun 18, 2009 0 Kommentare von

Auch in diesem Jahr machen sich hunderttausend urlaubsreife Deutsche auf den Weg ins Ausland. Mit Reiseführer, Stadtplan und den wichtigsten Phrasen in der Landessprache des Ziellandes im Gepäck fühlt sich der Deutsche bestens vorbereitet.

Selbst einheimische Gepflogenheiten meint er galant und souverän meistern zu können. Eine Frage bleibt aber offen und zwar: Wann gibt man wo wie viel Trinkgeld? Als weltweiter Hotelexperte kennt Hotels.com die Trinkgeldpraxis in den Lieblingsreisezielen der Deutschen und hat wertvolle Tipps für den Sommerurlaub parat.   

- In italienischen Restaurants wird für das Gedeck und das zur  Vorspeise gereichte Brot ein “Coperto” erhoben. Diese Grundgebühr  entbindet den Italienurlauber davon, dem “Cameriere” ein Trinkgeld  zahlen zu müssen. Es steht jedem zufriedenen Gast aber frei, dies  dennoch zu tun, dann wird es einfach auf dem Tisch liegen gelassen.    

- Gleiches gilt für des Deutschen liebstes Sommerreiseziel Spanien ebenso wie für Portugal. Unter der südeuropäischen Sonne gibt es  keine verbindliche Trinkgeldtradition, über einen Obolus auf dem  Rechnungsteller freut sich das Personal aber trotzdem. Aber Vorsicht: Versuchen Sie nicht, sich ihres Kleingelds zu entledigen. Ein zu  geringer Betrag gilt als sehr unhöflich, dann lieber gar nichts.    

- Ungewolltes Kränkungspotential gilt es auch in Frankreich zu  vermeiden. Dem stolzen “Garçon” das Trinkgeld direkt in die Hand zu  drücken ist ein absoluter Faux Pas. Die Franzosen lassen “Le  pourboire” einfach dezent auf dem Tisch liegen und bringen den  Kellner so nicht in Verlegenheit. Es sei denn, die Etikette verbietet das Geben von Trinkgeld an die Servicekräfte, was durch den Hinweis  “Pourboire interdit” gekennzeichnet wird.    

- Ganz anders sieht es in Ägypten aus. “Bakschisch” ist hier eines der gebräuchlichsten Wörter in der Kommunikation zwischen  Einheimischen und Touristen. Trinkgeld wird am Nil einfach immer und  überall erwartet, das reicht vom Gepäckträger bis zum hilfsbereiten  Passanten, der einem den Weg zum Zielort weist.    

- Urlaub in Skandinavien ist reisekassenfreundlich. In Schweden  ist das Trinkgeld sowohl in Hotels und Restaurants als auch im Taxi  inklusive. Auch Dänemark schont den Geldbeutel, denn hier ist  Trinkgeld nicht üblich.    

- USA: Trinkgeld – als tip oder auch gratuity bezeichnet – beträgt in der Regel 15-20 %, falls nicht schon im Bedienungspreis inbegriffen. Man hinterlässt das Trinkgeld auf dem Tisch. Bedenken Sie, dass die amerikanische Bedienung von den Trinkgeldern zum größten Teil lebt – also bitte nicht vergessen! Einige Restaurants sind dazu übergegangen, 15-20 % von sich aus schon auf die Rechnung aufzuschlagen. Prüfen Sie also Ihre Rechnung! Gepäckträger erwarten ca. 1 US$ pro Gepäckstück; Taxifahrer erhalten in der Regel 10 % vom Fahrpreis.

- Reisende, die das schwache Pfund nach Großbritannien lockt, richten sich in Restaurants für die Höhe des Trinkgelds nach der  Zehn-Prozent-Regel. Wer sich nach einem feucht fröhlichen Abend beim  Barkeeper im Pub durch einen Bonus erkenntlich zeigen möchte,  spendiert ihm zum Dank ein Drink, denn Pubs sind trinkgeldfreie Zone.    

- Wer seinen Sparstrumpf auch im Urlaub nicht abstreifen möchte,  sollte nach Costa Rica, Malaysia, Südkorea, Japan, China, in die  Vereinigten Arabischen Emirate, auf die Fidji-Inseln oder in den Oman reisen. Hier kann man zumindest am Trinkgeld sparen, denn diese  Tradition ist gänzlich unbekannt.
Quelle: ots / www.hotels.com

topseller_h-2009.jpg

Viele praktische Reiseinformationen – darunter auch detaillierte Infos zum Thema Trinkgeld – finden sich in den umfangreichen Reiseführern aus dem Iwanowski Verlag, die zu rund 90 Reisezielen weltweit erhältlich sind. Ein Versand der Bücher erfolgt innerhalb Deutschlands portofrei.

Allgemein, Amerika, Andalusien, Arabische Emirate, Asien, Bali, Barcelona, China, Dänemark, Europa, Finnland, Frankreich, Hawaii, Hongkong, Indien, Irland, Island, Japan, Kalifornien, Kanada/Osten, Kanada/Westen, Karibik, Korea, Liparische Inseln, Madeira, Madrid & Umgebung, Mallorca, Malta, New York, Nordspanien, Norwegen, Peking, Piemont & Aostatal, Provence mit Camargue, Rom, San Francisco, Schottland, Schweden, Singapur, Tal der Loire, Teneriffa, Thailand, Toskana, Trentino, USA / Florida, USA / Große Seen, USA / Kalifornien, USA / Nordosten, USA / Nordwesten, USA / Ostküste, USA / Süden, USA / Südwesten, USA / Westen, Vietnam, Ägypten
Keine Kommentare to “Reise-Etikette: Die Sache mit dem richtigen Trinkgeld”

Schreiben Sie einen Kommentar

You must be logged in to post a comment.