Japaner jagen wieder Buckelwale

Nov 18, 2007 0 Kommentare von

1963 trat das Moratorium zum Schutz der Buckelwale in Kraft – seit diesem Zeitpunkt wurden auch in Japan die großen Meeressäuger nicht mehr gejagt. Nun bestätigte das Fischereiministerium in Tokio, dass Walfänger in den Pazifik unterwegs sind, um 50 Buckelwale zu töten. Eine Ausnahmebestimmung erlaubt eine begrenzte Jagd, wenn sie wissenschaftlichen Zwecken dient. Außer den Buckewalen sollen 50 Finnwale und bis zu 935 Südliche Zwergwale erlegt werden.

Japanische Behörden geben an, die inneren Organe der Wale sollen untersucht werden. Der größte Teil der Tiere wird jedoch anschließend an Restaurants verkauft – Naturschützer gehen davon aus, dass dies der eigentliche Grund für die Jagd auf die Tiere ist.

Das Moratorium wurde in den 60er Jahren erlassen, weil Buckewale fast ausgestorben waren. Mittlerweile wird der Bestand auf 30.000 bis 40.000 Tiere geschätzt, etwa doppelt so viele bei den Finnwalen. Der Abteilungsleiter der japanischen Fischereibehörde, Hideki Moronuki, sagte, es werde keine Auswirkungen auf die Bestände haben, wenn 50 Tiere herausgenommen würden. Umweltschützer sind anderer Meinung. Weil die Wale in Gruppenverbänden leben und sehr sensibel sind, kann schon der Tod eines einzigen Tieres schädlich sein.

Quelle: news.search.ch/spiegel.de

Asien, Australien/Neuseeland, Japan, Südsee
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